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Schwimm-Teamchef
Mit einem Makel: Berkhahn zieht positives WM-Fazit

Hätte sich in Gwangju mehr Medaillen gewünscht: Bernd Berkhahn.
Hätte sich in Gwangju mehr Medaillen gewünscht: Bernd Berkhahn. © Foto: Bernd Thissen/dpa
DPA / 28.07.2019, 12:52 Uhr - Aktualisiert 28.07.2019, 12:53
Gwangju (dpa) Der deutsche Schwimm-Teamchef Bernd Berkhahn hat ein insgesamt positives WM-Fazit gezogen, sieht aber vor allem bei der Medaillenausbeute deutlichen Verbesserungsbedarf.

"Wir sind in die WM gegangen, um vor allem unsere Plätze für die Olympischen Spiele abzusichern und unsere Staffeln durchzubringen", sagte der 48-Jährige im südkoreanischen Gwangju. "Das ging letztendlich leichter, als wir es erwartet haben." Für alle sieben olympischen Staffel-Strecken sicherte sich das deutsche Team mit einer Top-12-Platzierung das Tokio-Ticket.

14 Mal erreichten seine Sportler bei der WM den Endlauf - und damit fast dreimal so oft wie 2017 in Budapest. Die Medaillenausbeute war vor dem letzten Finalabschnitt und der Chance von Florian Wellbrock auf Edelmetall über 1500 Meter allerdings die gleiche wie in Ungarn. Sarah Köhler holte mit Silber über 1500 Meter als einzige Sportlerin Edelmetall im Becken.

"Die Anzahl der Medaillen ist natürlich etwas bitter in diesem Jahr, wenn man dreimal einen vierten Platz macht und nicht alle Favoriten so stechen, wie man es gerne hätte", sagte Berkhahn. "Da müssen wir einfach besser werden, aber da sind wir auch auf einem guten Weg." Vor allem die Zweite der vergangenen WM über 200 Meter Schmetterling, Franziska Hentke, vergab als Vierte diesmal eine große Chance auf Bronze, Silber oder sogar Gold. Zudem belegten Lagen-Ass Philip Heintz auf der 200-Meter-Strecke und Köhler über 800 Meter Freistil Ränge direkt hinter Bronze.

Indes stellte der DSV-Leistungssportdirektor, Thomas Kurschilgen, hat Berkhahn ein positives Zeugnis aus. Berkhahn sei "in hohem Maße dafür verantwortlich, dass sich das Team so präsentiert, wie sich das hier dargestellt hat", sagte Kurschilgen. Kurschilgen sprach von einer "Aufbruchstimmung" in der Mannschaft. Berkhahn sei "in seiner neuen Rolle als Teamchef angekommen".

Nach dem Rücktritt von Chefbundestrainer Henning Lambertz im vergangenen Dezember hat der DSV keinen direkten Nachfolger eingestellt, sondern die Aufgaben auf mehrere Personen verteilt. Bei Weltmeisterschaften und anderen Großereignissen betreut Berkhahn die gesamte Nationalmannschaft und muss sich zudem um seine Magdeburger Sportler wie Florian Wellbrock, Sarah Köhler und Franziska Hentke kümmern.

"Ich hatte genügend Luft und genügend Raum, um mich um meine Aufgaben zu kümmern und mit den Trainern die Organisation zu gestalten", sagte Berkhahn. "Ich kann nicht sagen, dass es eine Überlastung für mich gewesen wäre. Es gab schon mal schlimmere Meisterschaften."

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