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Niederlage
Bittere Schlappe: Hertha BSC verliert gegen VFL Wolfsburg

Fußball-Bundesliga: Hertha BSC gegen VfL Wolfsburg. Felix Klaus von VfL Wolfsburg (l.) kämpft gegen Berlins Karim Rekik um den Ball.
Fußball-Bundesliga: Hertha BSC gegen VfL Wolfsburg. Felix Klaus von VfL Wolfsburg (l.) kämpft gegen Berlins Karim Rekik um den Ball. © Foto: Andreas Gora/dpa
Uwe Wuttke / 25.08.2019, 20:44 Uhr
Berlin (MOZ) Herthas Trainer Ante Covic hatte vor seiner Heimspielpremiere gewarnt. "Der VfL Wolfsburg ist ein unangenehmer Gegner. Wir müssen versuchen, ihm unser Spiel aufzudrücken." Das gelang am Sonntagabend allerdings nur 30 Minuten lang. In denen war die offensive Ausrichtung des neuen Coaches klar zu erkennen, danach aber verlor sein Team den Faden und gegen die Niedersachsen mit 0:3.

Dabei schien das Spiel furios für die Hertha zu beginnen. Nach 18 Sekunden und einem Zweikampf zwischen Josuha Guilavogui und Ondrej Duda entschied Schiedsrichter Guido Winkmann erst auf Elfmeter für die Berliner. Der Videoschiedsrichter war aber anderer Meinung, weil der Wolfsburger erst den Ball, dann den Gegner abräumte und konnte den Referee davon überzeugen, seine Entscheidung zu revidieren. Es ging gleich munter weiter. Diesmal kam der Pfiff allerdings auf der anderen Seite. Herthas Innenverteidiger Karim Rekik traf beim Abwehrversuch vor allem Felix Klaus. Diesmal schritt der VAR nicht ein, und Wout Weghorst erzielte die Führung für die Gäste.

Verwunderlich ist ein Elfmeter gegen die Hertha allerdings nicht. Stattdessen scheint die Mannschaft eine unrühmliche Serie aus der Vorsaison wiederholen zu wollen. Damals verursachte sie in den ersten fünf Partien der Saison jeweils einen Strafstoß. Nun ist sie nach Grujic’ Fauxpas in München und Rekiks ungeschicktem Einsteigen auf dem besten Wege zu einer neuen Serie. Es entwickelte zunächst eine muntere Partie, in der die Platzherren klar die Akzente setzten. Auffällig agierte Rekordeinkauf Dodi Lukebakio, der auf der rechten Seite im Dribbling immer zwei Wolfsburger band und doch zu geschickten Pässen kam. Die besseren Chancen vergaben andere. Zweimal hatte Salomon Kalou, der für Mathew Leckie als einzige Änderung gegenüber dem 2:2 bei Bayern München in die Startelf rückte, den Ausgleich auf Kopf und Fuß. Er scheiterte aber ebenso wie Marko Grujic, dessen Doppelchance Koen Casteels im VfL-Tor und ein Abwehrbein im Nachschuss unterbanden (20.).

"Wir haben immer einen Plan B", hatte Covic vor seinem ersten Heimspiel als Berliner Proficoach gesagt. Der wurde nach einer halben Stunde langsam nötig. Seine Mannschaft ließ sich von Wolfsburgs Tempo, das vor allem Neuzugang Xaver Schlager mit feinen Rhythmuswechseln bestimmte, langsam einlullen. Die Chancendichte sank rapide. Dagegen stieg die Quote der Stockfehler stetig an. "Vielleicht haben wir ein bisschen überpaced", befand Maximilian Mittelstädt nach der Partie.

Denn auch nach dem Wechsel schien sich im Spiel der Hertha wenig zu ändern. Kapitän Vedad Ibisevic agierte weiter schlafmützig, übersah den besser postierten Lukebakio und vertändelte lieber den Ball. Nach einer Stunde stellte ihm Covic mit Davie Selke einen zweiten Angreifer zur Seite und setzte in der Schlussviertelstunde mit dem 18-jährigen Daishawn Redan alles auf eine Karte. Dabei hätte der Youngster fast noch den Ausgleich erzielt.

So aber wurde das Risiko nicht belohnt und der eingewechselte Wolfsburger Josip Brekalo sowie Jerome Roussillon erhöhten mit satten Schüssen auf 3:0 für ihre Mannschaft. Damit haben die Berliner nun schon im fünften Spiel in Folge nicht gegen die Niedersachsen gewonnen. "Wir müssen jetzt ruhig bleiben und weiter arbeiten. Es gibt noch viele Spiele", sagte der noch beste Herthaner Lukebakio. Die nächste Gelegenheit für den ersten Saisonsieg gibt es am Sonnabend bei Schalke 04.

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