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über einen skurrilen Tennisstreit
Klopps Meisterstück

Philipp Kaiser
Philipp Kaiser © Foto: Gerrit Freitag/MOZ
Meinung
Philipp Kaiser / 30.06.2020, 20:07 Uhr - Aktualisiert 30.06.2020, 21:20
Frankfurt (Oder) (MOZ) Ach Boris. Wenn Du nur geschwiegen hättest. Ja, ich weiß, Dir ist langweilig. Boris Becker würde zurzeit jeden Tag stundenlang die Spiele in Wimbledon kommentieren – pointiert, kenntnisreich, hier hat er ja dreimal gewonnen. Das fällt flach – und deshalb mischt er sich einen skurrilen Streit ein.

Was war passiert? Vor zwei Wochen nahm Alexander Zverev an einem höchst umstrittenen Turnier namens Adria-Tour teil – veranstaltet von der Tennis-Nummer-1 Novak Djokovic. Das Stadion in Belgrad war voll, und die Profis feierten in einer Disco. Die Folge: Vier Spieler – darunter Djokovic – erkrankten an Corona. Zverev blieb verschont, entschuldigte sich und versprach, zwei Wochen in Quarantäne zu gehen. Die sah dann so aus, dass er am Wochenende bei einer ausgelassenen Party ohne Masken und Abstand in Monte Carlo gefilmt wurde. Dies veranlasste Nick Kyrgios zu einer Wutrede – aufgenommen, während er Auto fuhr. Vereinfachter Tenor: Bleib´ zwei Wochen zu Hause und hol’ deine Freundin zu Dir. Es folgten einige Schimpftiraden.

Und was macht unser aller Boris? Springt seinem Daviscup-Schützling Zverev zur Seite und beschimpft Kyrgios als Ratte. Er solle keine schmutzige Wäsche waschen und die Kollegen anschwärzen. Überflüssig wie ein Kropf, aber vielleicht muss man in Corona-Zeiten Gnade walten lassen.

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