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Claudia Pechstein kann sich Olympia abschminken

10.07.2011, 16:55 Uhr
Düsseldorf/Berlin (DDP) Der Spuk um Claudia Pechstein war schnell vorbei, stattdessen haben die deutschen Bahnradasse den Endspurt im Kampf um die Olympia-Tickets eingeläutet. Insbesondere die Leistungen der Verfolger bei den Deutschen Bahnrad-Meisterschaften in Berlin lassen den BDR doch noch auf eine Teilnahme des Vierers bei den Olympischen Spielen in London hoffen.

In einer starken Zeit von 4:07,747 Minuten holte sich das LKT-Team Brandenburg mit Henning Bommel, Nikias Arndt, Stefan Schäfer und Franz Schiewer (alle Cottbus) den Sieg in der Mannschaftsverfolgung. „Wenn der Vereinsvierer so stark ist, dann wird sich die Nationalmannschaft weiter steigern können. Das gibt wieder Zuversicht. Die Hoffnung lebt“, sagte BDR-Vizepräsident Udo Sprenger der Nachrichtenagentur dapd, zumal auch der Erfurter Jakob Steigmiller noch dazukommt.

Einfach wird es für den neuen Bundestrainer Sven Meyer aber keineswegs, liegt der Vierer im Qualifikations-Ranking doch nur auf dem neunten Platz. Lediglich die besten sechs europäischen Mannschaften qualifizieren sich für London.

Für Pechstein dürfte sich das Thema Olympia dagegen schon erledigt haben. „Das war in erster Linie PR. Sie fährt 26 Sekunden hinter der internationalen Spitze. Das bringt nichts, da brauchen wir nicht drüber reden. Sie kommt nicht in die Nationalmannschaft und kann sich auch nicht für Olympia qualifizieren“, sagte Sprenger, der dem „Seitensprung“ der fünfmaligen Eisschnelllauf-Olympiasiegerin nur wenig abgewann.

Sowohl in der 3000-m-Einerverfolgung als auch im 500-m-Zeitfahren hatte Pechstein den zehnten Platz belegt und dabei die Zeiten der deutschen Top-Fahrerinnen deutlich verfehlt. Über 500 Meter fehlten der 39-Jährigen beispielsweise fast fünf Sekunden - eine halbe Ewigkeit - zur neuen Meisterin Miriam Welte (Otterbach), die in 34,336 Sekunden einen deutschen Rekord aufstellte. Auch im Keirin jagte Welte ihrer Nationalmannschaftskollegin Kristina Vogel den Titel ab und avancierte damit bei den Frauen zur herausragenden Fahrerin.

Im Männer-Bereich präsentierte sich Stefan Nimke bereits in Olympia-Form. Im 1000-m-Zeitfahren stoppte bei ihm die Uhr bei 1:00,859 Minuten. Nur ein Malheur beim Start verhinderte, dass der Schweriner seinen eigenen deutschen Rekord verbessert. „Ich bin der Startmaschine hängen geblieben. Die erste Runde in 18,9 Sekunden war definitiv zu langsam“, sagte Nimke, der im März dieses Jahres in Apeldoorn zum dritten Mal den WM-Titel geholt hatte.

Bei den Sprintern sorgte Youngster Stefan Bötticher für Furore. Der 19-Jährige ließ bei seiner ersten Meisterschaft die Weltmeister Rene Enders (Erfurt), Maximilian Levy (Cottbus) und Robert Förstemann (Gera) hinter sich.

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