Propagandaminister Joseph Goebbels nannte es den "totalen Krieg". André Vogel und Ralf Lattenstein haben sich für ihre Arbeit intensiv mit dem Kriegsende befasst. Trotz der Übermacht der Roten Armee befahl die nationalsozialistische Führung, Schwedt zu verteidigen. Sinnlose Opfer nahmen die Nazis dabei hin, bis Schwedt fast unbewohnt und zerstört war, schilderten die beiden. Oft muss heute noch Fundmunition gesprengt oder entschärft werden, wie diesen Donnerstag bei Gatow.
"Das Thema war interessant, auch weil wir durch die vielen Bombenfunde daran erinnert werden. Zudem geht es um die Stadt Schwedt, zu der wir Bezug haben, und das macht es noch interessanter. Es ist auf jeden Fall empfehlenswert für die nachfolgenden Jahrgänge", sagte Schülerin Sophie Papendieck nach dem Vortrag. Mit dem Lob ist sie nicht die einzige, auch Sebastian Wulkow findet diese Herangehensweise gut: "Es war sehr interessant und es ist auch gut, wenn jeder über die Geschichte seiner Stadt Bescheid weiß." Dieser Vortrag soll zur "Schultradition" werden. Schon im vergangenen Jahr konnten ihn die Elftklässler hören. Auch Schuldirektorin Carla Buchholz zeigte sich begeistert: "Dass ihr euch Leute zum Unterricht einladet, die speziell über ein Thema so Bescheid wissen, finde ich großartig."