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Fünf Fragen an Geschäftsführer Andreas Simmet

"Lokales ist unsere Stärke"

Andreas Simmet, Geschäftsführer der Märkischen Verlags- und Druckhaus GmbH & Co. KG
Andreas Simmet, Geschäftsführer der Märkischen Verlags- und Druckhaus GmbH & Co. KG © Foto: MOZ/Gerd Markert
Sandra Dalk / 12.03.2015, 15:34 Uhr - Aktualisiert 16.03.2015, 19:26
Frankfurt (Oder) (MOZ) Ein Vierteljahrhundert ist eine lange Zeit - und besonders die Anfangsjahre waren turbulent. Doch auch heute steht die Medienbranche vor großen Herausforderungen, gerade durch die digitale Entwicklung. Darüber sprach Sandra Dalk mit Andreas Simmet, Geschäftsführer der Märkischen Verlags- und Druckhaus GmbH & Co. KG.

Herr Simmet, nach 25 Jahren - würden Sie eine Prognose wagen, wo das Medienhaus nach weiteren 25 Jahren steht?

Wer hätte sich vor 25 Jahren vorstellen können, was man heute mit einem Handy alles anstellen kann? Ich bin mir ziemlich sicher, dass es immer noch Zeitung auf Papier geben wird. Die pure Nachricht wird allerdings mehr in den Hintergrund rücken, weil zur Verbreitung von Nachrichten und zur Kommunikation neue Wege beschritten werden. Es ist doch heute schon so, dass Informationen über die verschiedenen Medien in Echtzeit abrufbar sind. Die Aufgabe der Journalisten wird es sein, diese Nachrichten einzuordnen, sie zu kommentieren und Hintergründe zu beleuchten.

Glauben Sie an die Zukunft bedruckten Papiers - oder wird letztlich alles digital?

Die gedruckte Zeitung könnte ein Luxusgut werden, gerade vor dem Hintergrund sinkender Auflagen und hoher Druck- und Vertriebskosten. Aber auch für Luxusgüter gibt es ja bekanntlich einen Markt. Wenn wir den auf für uns betriebswirtschaftlich darstellbare Weise bedienen können, werden wir das tun - auch wenn die Mehrheit unserer Kunden längst digitale Geräte nutzen sollte.

Schauen wir in die unmittelbare Zukunft: Was wird in einem Jahr sein?

Die derzeitige Herausforderung ist die Überwindung der Mehrbelastung durch den Mindestlohn, die wir nicht nur betriebswirtschaftlich meistern müssen, sondern die auch die Aufrechterhaltung einer zuverlässigen Zustellung der Tageszeitung erschwert. Es wird zusehends immer schwieriger, Zusteller zu finden. Im digitalen Bereich wird der Ausspielkanal E-Paper wichtiger werden und wir möchten mit moderaten Bezahlmodellen für Onlineinhalte dafür sorgen, dass sich Qualitätsjournalismus auch in Zukunft finanzieren lässt.

Wird das Medienhaus in Zukunft weiter umfassend aus der Fläche des Landes berichten können oder muss es sich aus Spargründen auf wenige Standorte zurückziehen?

Wir werden uns sehr stark auf die Regionalität konzentrieren. Überregionale Nachrichten gibt es über viele Kanäle. Die lokalen Inhalte sind unsere Stärke und unser Alleinstellungsmerkmal, die haben nur wir - und diese wollen und werden wir auch in Zukunft produzieren.

Wie sieht die Haltung des Hauses zu Lesern und Kunden ganz grundsätzlich aus?

Wir werden weiterhin mit einer motivierten und engagierten Mannschaft von Redakteuren, Mediaberatern, Onlinern, Gestaltern, Kundenbetreuern, Druckern bis hin zu den Zustellern vor allem unsere Leser in den Mittelpunkt stellen. Nur indem wir deren Bedürfnisse erkennen und auf sie eingehen, können wir interessante und zukunftsfähige Produkte und Lösungen umsetzen. Damit wird es uns auch weiterhin gelingen, unseren Anzeigenkunden geeignete Plattformen für ihre Werbebotschaften zu bieten - auf Papier und digital.

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