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Dietmar Woidke: Wir alleerlebten einen historischen Auf- und Umbruch

Wer Zeitung liest, kann mitreden

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke © Foto: Winfried Mausolf
Dietmar Woidke / 12.03.2015, 19:36 Uhr - Aktualisiert 16.03.2015, 18:16
Frankfurt (Oder) Liebe Leserinnen und Leser im Osten und Norden unseres schönen Landes,

heute auf den Tag genau vor 25 Jahren erschien die erste Ausgabe der Märkischen Oderzeitung. Sie hatte nichts mit dem SED-Vorgängerblatt "Neuer Tag" gemein, bei der lediglich der Titel verheißungsvoll war. Nein, was da einen Tag vor der ersten freien Volkskammerwahl als "Märkische Oderzeitung" aus der Taufe gehoben wurde, war etwas völlig Neues: Eine quicklebendige Tageszeitung. Im selben Jahr erblickte mit dem Oranienburger Generalanzeiger eine originäre Neugründung das Licht der Welt. Und sie gehört mit ihren Schwesterblättern zu den ganz wenigen Neuen in Ostdeutschland, die bis heute überlebt haben.

Dass das so ist, hat auch mit dem medienpolitischen Coup zu tun, der dem Märkischen Medienhaus mit der Übernahme des Oranienburger Generalanzeigers und seinen Ablegern vor drei Jahren gelang. Und so wende ich mich heute an Sie alle, um der Märkischen Oderzeitung zu gratulieren und an die spannende und nervenaufreibende Zeit vor 25 Jahren zu erinnern.

Wir alle hierzulande erlebten einen historischen Auf- und Umbruch. Mit allem, was dazu gehört. Die Freude über Selbstbestimmung, über Reise- und Pressefreiheit. Aber auch die Skepsis, die Unsicherheit, die Angst vor Veränderung und Scheitern. Den Menschen im Osten des neu entstehenden Landes in dieser Situation Halt und Orientierung zu geben, Hoffnung und Mut zuzusprechen, war eine Herausforderung auch für die Medienmacher, die selbst schwierige Umbruchzeiten durchlebten.

Heute können Sie täglich darauf bauen, durch Ihre MOZ fundiert über das Geschehen lokal, regional und darüber hinaus informiert zu werden! Die Märkische Oderzeitung erscheint jeden Tag in zwölf Lokalausgaben. 98 Redakteurinnen und Redakteure versorgen 210000 Menschen mit Informationen aus erster Hand. Verwurzelt in der Heimat und zuhause in der Welt! Auch wenn es einem beim Durchblättern des Lokalteils oder der Politikseiten nicht immer bewusst ist: Wer liest und sich schlau macht, kann besser mitreden und sich selbst ein Bild machen. Das ist Voraussetzung dafür, dass sich Menschen in gesellschaftliche Prozesse einbringen können. Unsere Demokratie lebt vom Mitgestalten und Mittun. Deshalb ist sachlicher und kritischer Journalismus so wichtig, deshalb die Pressefreiheit ein so hohes Gut. Für mich ist das mehr als ein Postulat. Gerade Politiker sind auf unabhängige Berichterstattung angewiesen. Ich muss und will wissen, was in den Orten los ist, die ich gerade nicht selbst besuchen kann, wie dort die Menschen denken, welche Erfahrungen sie machen. So lassen sich Entscheidungen besser abwägen oder machen sie erst möglich.

Vor 25 Jahren wusste niemand, wie steinig und mitunter auch gewunden unser Weg in Brandenburg werden würde. Heute wissen wir, dass er bei allen Schwierigkeiten erfolgreich war und ist. Es ist gut, im Jubiläumsjahr einmal inne zu halten und sich dessen bewusst zu werden.

Die Märkische Oderzeitung hat unseren Weg nicht nur begleitet. Sie hat selbst Akzente gesetzt und setzt sie immer wieder aufs Neue. Die MOZ-Buchserie "Einst und Jetzt" ist solch ein Volltreffer. Der Vergleich der Bilder von heute mit denen von früher macht klar, was wir seit 1989/90 gemeinsam aufgebaut haben. Zudem wurde mit neuen Produkten wie dem E-Paper der digitale Weg eingeschlagen, um neue Leserschichten zu erreichen. Alles in allem: Die Märkische Oderzeitung berichtet nicht nur von den Zeichen der Zeit, sie stellt sich ihnen auch in der verlegerischen und journalistischen Verantwortung. Diese übernimmt das Märkische Medienhaus aber auch jenseits des geschriebenen Wortes. Ich nenne hier nur den MOZ-Kunstpreis. Er ist heute eine feste Institution im Kunstland Brandenburg.

So ist mir nicht bange um die Zukunft der MOZ. Egal, ob sie wie von mir täglich am Morgen als Zeitung am Frühstückstisch aufgeschlagen oder auf PC, Tablet oder Smartphone als E-Paper gelesen wird: Die MOZ ist im Osten unseres Landes so zuverlässig wie der morgendliche Sonnenaufgang.

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag der MOZ!Ihr

Dr. Dietmar Woidke

Dietmar Woidke

Ministerpräsident des Landes Brandenburg

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Leserforum

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G. Scheil 18.03.2015 - 11:54:19

Wer Zeitung liest, kann mitreden

Ja, worüber denn? Über vorgegebene Meinungen . . .? Auch das hatten wir schon zur Genüge und wie wurde dagegen durch die Vertreter der "freiheitlich-demokratischen Grundordnung" gewettert! und die sogen. "freie Meinungsäußerung" als Kernstück der Demokratie gelobt! Nur-, die Frage wurde schon des Öffteren gestellt - wer nimmt diese Meinungen z.K., wer beachtet diese oder wer der Verantwortlichen geht darauf ein? ? Weder die MOZ noch die zuständigen Verantwortungsträger kümmern sich darum! Das sind keine Beiträge zum mitreden sondern fördern eher politisches Desinteresse, Wahlmüdigkeit und Resignation! -Baaske übergeht Elterninitiative - Bürgerinitiative gegen Massentierhaltung und Tierquälerei wird vom Landtag "abgeschmettert - Braunkohleverstromung wird umweltfreundlich - das "Milliardengrab" BER-Großflughafen (Ausdruck für deutsche Gründlichkeit und Ingenieurskunst?) wird kleingeredet und großzügig mit Steuergeld bezahlt, das eigentlich garnicht vorhanden ist und wenn doch - für Bildung, Gesundheits-/Sozialwesen, Bekämpfung der Kinder-/Altersarmut, andere Infrastruckturmaßnahmen (Straßen, Brücken) u.u.u., lohnender und dringlicher erforderlich wäre! Auf all diese Fragen gibt die MOZ keine oder nur eiseitige, gewollte Antworten! Daher können wir uns auch nicht den Gratulanten anschließen - wie wir überhaupt solche aus der allgemeinen Leserschaft vermissen!

Feuerwassererichangela 18.03.2015 - 08:24:55

Wandel durch Annäherung @ ISERHAGEN

...warum lesen Sie eigentlich die MOZ??? Sicher können Sie wie ich SPIEGEL - BILD auch weniger ertragen.... Herzlichen Glückwunsch zum 25. an die MOZ und macht den Schnitt bei Senioren (ab 30?)

Ex-Abonnent 17.03.2015 - 11:18:59

Hofberichterstatter vom Dienst

wer so sehr die Nähe der Mächtigen sucht, um sich in deren vermeintlichen Glanz zu sonnen, hat sich eigentlich schon zu weit vom Leser entfernt. Und Journalismus ist etwas anderes, als ungeprüft den roten Einheitsbrei der DPA wiederzugeben.

Presslufthammer B-B-B-B-B-B-Bernhard 17.03.2015 - 10:50:47

Wie schon Erich sagte

"Aus unseren Betrieben ist noch viel mehr herauszuholen"

. 17.03.2015 - 09:01:48

na Isenhagen

Du liest sie allemal. ansonsten hättest du ja nichts zu sagen oder?

Isenhagen 17.03.2015 - 07:58:28

wenn ich etwas nicht mag

dann sind es verlogene Erfolgsgeschichten. Die MOZ ist nichts anderes als der verkaufte und ideologisch neu ausgerichtete Neue Tag von vor 1990. Alle Bezirkszeitungen der SED waren für die Erwerber aus dem Westen ein Erfolgsgeschäft weil die Abonnenten nach 1990 einfach keine neue Zeitung bestellt haben. Die Journalisten und die Zeitungen bzw. ihr Inhalt haben sich so schnell gewendet, dass man kaum mit kam. Inzwischen wird sogar die Vergangenheit verleugnet und es wird eine Geschichte der Erfolge suggeriert. Dabei hat die MOZ allein in den letzten 15 Jahren fast die Hälfte ihrer Abomnnenten verloren. In der Uckermark ist es ihr nicht einmal gelungen in die Reviere der früheren Freien Erde vorzustoßen. Dort gehören die Einwohner zwer zu Brandenburg und zur Uckermark aber die MOZ? Nee, die lesen sie nicht.

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