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Kunstraum Oranienburg - So vielfältig wie das Leben selbst

Heike Weißapfel / 05.06.2016, 22:56 Uhr - Aktualisiert 19.10.2017, 17:18
Oranienburg (OGA) Sie haben enormen Elan an den Tag gelegt, und der Erfolg gibt ihnen recht: Die erste Ausstellung des Vereins "Kunstraum - Oranienwerk" hat zur Eröffnung am Sonnabend viele Besucher angelockt. Die sehenswerte Bilder- und Skulpturenschau fügt sich in den werkstatt-ähnlichen Ausstellungsraum fast wie in ein großes Atelier ein. Die Stellwände wirken wie kleine Abteile, in denen sich jeweils Neues, oft Überraschendes verbirgt. Bewusst ist auf ein einengendes Thema verzichtet worden. Naturgetreue, aber auch abstrakte Landschaften sind zu sehen. Spielerische und ernsthafte Skulpturen sowie Gemälde in verschiedenen Techniken und Größen ebenso.

"Europa" von Uwe Müller-Fabian dominiert eine komplette Wand und ist auch wegen der fast grellen Farbwahl ein Hingucker. Dagegen mutet Reinhard Fialskis Dreier-Porträt "Rio Reiser" trotz seiner ausdrucksstarken Rottöne fast still an. Kerstin Wüstenhöfer wählt für ihre großformatigen Porträts ebenfalls kräftige Farben.

In der Nachmittagssonne glänzen die Bilder-Plastiken von Marian Zaic besonders golden. Die Modedesignerin Masha Lofft hat eine zweiteilige Hommage an die Große Kurfürstin gestaltet: Sie hat ihr ein Acrylgemälde gewidmet. Aus einem bestimmten Blickwinkel wird der im Bild dargestellte Kopf der Kurfürstin durch einen edlen, mit einem gefilzten Gürtel bestückten Mantel beinahe nahtlos fortgesetzt.

Die Fotografin Kathrin Karras hat dramatische Wolkenformationen aus ihrer Serie "Himmel berührt" mitgebracht, Marita Bauer hat ebenfalls fotografiert, diese Bilder aber in Acrylgemälde verwandelt. Kai van Koolwijk widmet sich in ihren Fotos der Farbe Blau.

30 Kunstschaffende sind vertreten. Monika Leonhardt zeigte sich als Vereinsvorsitzende glücklich über den Anklang, den die Werke schon gefunden haben. Zur Vernissage erfreute die 17-jährige Lena Zudnick das Publikum am Klavier mit klassischen und modernen Liedern.

Zur Ausstellung gibt es für fünf Euro einen sehr ausführlichen Katalog, in dem alles dargestellt wird. Die von den Künstlern wohl selbst formulierten Informationen hätten ein bisschen einheitlicher gestaltet werden können. Aber das von Marian Zaic ansprechend layoutierte Heft gibt mit den in Miniaturform abgebildeten Werken der Künstler einen sehr guten Überblick über die Vielfalt der Schau.

Bis 25. Juni bleibt die Ausstellung im Oranienwerk, Kremmener Straße 43. Die Werke können auch erworben werden.

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