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Gelungener Festumzug zur 800-Jahr-Feier Oranienburgs / Handwerker und Konzerte im Schlosspark / Feier geht weiter

Tausende bejubeln ihre Stadt Oranienburg

Gute Stimmung: Mit mehr als 1 800 Darstellern in 61 Schaubildern, die quer durch die Stadtgeschichte und Technikentwicklung führten, zog der Festumzug am Sonnabend durch die Oranienburger City. Das Extrablatt dieser Zeitung fand dabei reißenden Absatz.
Gute Stimmung: Mit mehr als 1 800 Darstellern in 61 Schaubildern, die quer durch die Stadtgeschichte und Technikentwicklung führten, zog der Festumzug am Sonnabend durch die Oranienburger City. Das Extrablatt dieser Zeitung fand dabei reißenden Absatz. © Foto: Inez Bandoly
Klaus D. Grote / 05.06.2016, 22:59 Uhr
(OGA) Oranienburg (OGA) Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt, ihre Gäste, Freunde und Nachbarn haben mit einem gelungenen Festumzug den 800. Geburtstag Oranienburgs am Sonnabend fröhlich gefeiert. Mehr als 15 000 Menschen winkten dem knapp zwei Stunden dauernden Festumzug mit zu, der auf fast zwei Kilometern Länge die Geschichte der Stadt in 61 Schaubildern darstellte.

Mehr als 1 800 Darsteller hatten sich historische Kostüme übergestreift, liefen in Fußgruppen oder saßen auf historischen Fahrzeugen. Erinnert wurde zunächst an die Slawen, die bereits vor der urkundlichen Ersterwähnung des früheren Bötzow auf dem heutigen Stadtgebiet siedelten. Es folgten das Mittelalter, die Reformation und die Barockzeit. Die Schlacht bei Fehrbellin wurde ebenso dargestellt wie die Geschichte der Spinner von Sachsenhausen. Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) rief gemeinsam mit seinen Oranienburger Genossen Parolen der Arbeiterbewegung von 1913.

Unterbrochen von Musikkapellen ging es in Riesenschritten durch die Jahrhunderte bis zur Neuzeit. Der Oranienburger Generalanzeiger brachte ein Extrablatt unters Volk, das die Geschichte der Stadt ebenso würdigte. 5 000 Exemplare waren am Ende vergriffen. Nicht ausgespart wurden während des Umzugs die dunklen Kapitel der Stadthistorie. An das KZ Sachsenhausen wurde erinnert, ebenso an Flucht und Vertreibung.

Auch die vier Partnerstädte Hamm in Westfalen, Bagnolet in Frankreich, Vught in den Niederlanden und Melnik, das natürlich in Tschechien liegt, feierten mit Oranienburg und schickten große Delegationen. Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke freute sich besonders über die französischen Gäste, weil die Beziehung zu Bagnolet in den vergangenen Jahren etwas abgekühlt war. Die Gäste aus Vught pflanzten nach niederländischer Tradition am Sonntagmorgen im Schlosspark eine Königslinde. In jeder Gemeinde des Königreichs wird dieser Baum nach einem Thronwechsel gepflanzt.

Die Oranienburger feierten nach dem Festumzug und am Sonntag im Schlosspark und auf dem Schlossplatz weiter. Es gab viele Konzerte, Darbietungen und Mitmachaktionen. Einige Pannen stellten sich in der Organisation des Bühnenprogramms ein. Die Freude über ein gelungenes Festwochenende überwog dennoch. Zum Glück wurden alle mit wahrem Kurfürstenwetter belohnt - blauer Himmel und weiße Wölkchen.

Beim Schauplatz Oranienburg stellten sich am Sonntagnachmittag mehr als 50 Vereine und Institutionen vor und luden zum Mitmachen ein.

Die Festtage dauern bis zum 12. Juni an. So lange sind auch Riesenrad und kulinarische Meile geöffnet. Am Freitag beginnt das Stadtfest mit Drachenbootrennen, Konzerten und Rummel. Einer der Höhepunkte dürften die Auftritte der Stars der Neuen Deutschen Welle wie Hubert Kah und Fräulein Menke am Sonnabend sein. Peter Schilling gibt zudem am Freitag einen Workshop für Kinder. Ein besonderes Ereignis wird das Picknick in Weiß am Mittwoch ab 18 Uhr im Schlosspark. Zu Ende sind die Jubiläumsfeiern noch lange nicht. Ein Abschlussgottesdienst in der Nicolaikirche beschließt am 31. Dezember das Jubiläum.(Kommentar + Seiten 2 bis 5)

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Karl - Heinz Schröter Umzug Peter Schilling Bürgerin

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