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Corona-Pandemie
Notbetrieb im Sommer in Neuzelle möglich

Auf dem Rahn-Campus in Neuzelle beginnen die Abiturprüfungen nächste Woche. Die Heimreise in den Sommerferien ist noch unklar. (Symbolbild)
Auf dem Rahn-Campus in Neuzelle beginnen die Abiturprüfungen nächste Woche. Die Heimreise in den Sommerferien ist noch unklar. (Symbolbild) © Foto: Bernd Wüstneck/dpa
Janet Neiser / 04.05.2020, 19:40 Uhr
Neuzelle (MOZ) Nicht nur an den staatlichen Schulen hat wieder Unterricht begonnen. Auch auf dem Campus der Rahn-Schulen in Neuzelle sind die oberen Klassen des Gymnasiums und der Oberschule an Bord. Die Abiturprüfungen starten am Rahn-Gymnasium aber erst Mitte der kommenden Woche, während es beispielsweise am Albert-Schweitzer-Gymnasium in Eisenhüttenstadt schon in der vorletzten Aprilwoche losging. Doch es gibt einen guten Grund dafür: "Wir beginnen die Prüfungen am 13. Mai mit dem Fach Deutsch. Wir haben den späteren Termin gewählt, da wir sicher sein wollten, dass möglichst auch die Abiturienten aus Polen in Neuzelle sein können", informiert Daniela Sahraoui, die Campusleiterin.

Zeugnisübergabe wird kleiner

Natürlich gibt es aufgrund der Corona-Krise auch für die Neuzeller Abiturienten besondere Regeln bezüglich Hygiene und Abstand. So dürfen die Prüflinge der Campusleiterin zufolge nur zeitlich gestaffelt ankommen. Für die Eingänge wurde eine genaue Planung erstellt, genau wie für die Raumaufteilung. So dürfen pro 60 Quadratmeter fünf Schüler sitzen. "Außerdem sind überall Desinfektionsmittel vorhanden und die Prüfungsaufgaben werden mit Handschuhen übergeben. Natürlich gibt es vermehrte Aufsichten im Gelände und auf den Fluren, um Ansammlungen zu vermeiden. Das Ganze ist ein logistisches Meisterwerk", erklärt Daniela Sahraoui.

Eine feierliche Zeugnisübergabe wird auch dieses Jahr stattfinden. Allerdings laut Schulleitung voraussichtlich ohne die vielen Gäste. Viele Eltern, die aus anderen Ländern angereist wären, können das aufgrund des Coronavirus nicht. Zudem werden wohl weiterhin Infektionsschutzregeln gelten. "Es soll ein feierlicher Rahmen im Bereich des Möglichen sein und das Ganze wird natürlich wieder per Livestream übertragen", teilt die Leiterin mit. Wie, wann genau und wo die Übergabe stattfinden wird, sei noch unklar.

Und noch etwas ist aufgrund der Pandemie unklar. Erstens ist nicht sicher, wann manche der Schüler zurück nach Neuzelle kommen. Auf dem Rahn-Campus lernen aktuell Jugendliche aus Ägypten, China, Kasachstan, Polen, der Republik Moldau, Russland, Südkorea, Syrien, Tschechien, der Ukraine und Vietnam. Wegen der temporären Schulschließung waren laut Daniela Sahraoui die meisten ägyptischen sowie einige polnische Schüler abgereist. "Aufgrund der Quarantänebestimmungen und mangels Flügen kommen sie auch zunächst nicht zurück." In den Osterferien sei aber keiner nach Hause geflogen, da die Schule bereits zu den Winterferien von der Ausreise abgeraten hatte. Ob eine Heimreise der jungen Leute in den Sommerferien möglich wird, ist ebenfalls unsicher. Laut der Campusleiterin gibt es teilweise gar keine oder nur sehr wenige, sehr teure und überbuchte Flüge in die jeweiligen Länder. "Es könnte also sein, dass wir im Sommer einen Notbetrieb aufrechterhalten müssen", teilt sie mit.

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