Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

In Strausberg werben zehn Parteien und Wählergruppen am Sonntag um die Stimmen für den Einzug in die Stadtverordnetenversammlung.

Wahlen
Bunte Vielfalt auf rosa Zettel

Zum Wahlsonntag gibt es rosa Wahlzettel.
Zum Wahlsonntag gibt es rosa Wahlzettel. © Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Jens Sell / 23.05.2019, 07:00 Uhr
Strausberg (MOZ) In Strausberg stehen am Sonntag 88 Namen auf dem Wahlzettel, 88 Bewerber um einen der 33 Sitze der Stadtverordnetenversammlung. Zehn Spalten hat der Zettel, denn unter zehn Parteien, Wählervereinigungen oder Wählergruppen kann sich der Strausberger Wahlberechtigte entscheiden: 20 Namen trägt die Liste der Linken, die bisher 13 Stadtverordnete stellte. 13 Namen sind es auf der Liste der Sozialdemokraten, bisher sechs Sitze. Die Christdemokraten bieten 14 Kandidaten auf, vier ihrer bisherigen fünf Stadtverordneten bewerben sich erneut. Von null auf fünf Stadtverordnete will die Partei Alternative für Deutschland durchstarten. Bleiben wird es vo-raussichtlich bei dem einen Bündnisgrünen, denn Matthias Michel ist deren einziger Kandidat. Die FDP war bisher in der vierköpfigen "Die Fraktion: grün, liberal, bürgernah" enthalten. Jetzt stellen sich sechs Liberale der Wahl. Neu auf der Liste sind die Brandenburger Vereinigte Bürgerbewegungen/Freie Wähler, die in populären Themen wie Altanschließerbeiträge und Straßenbaubeiträge Duftmarken gesetzt haben. Eine seit vielen Jahren feste Größe in der Strausberger Kommunalpolitik ist die Unabhängige und freie Wählergemeinschaft Pro Strausberg, die elf Kandidaten aufbietet, bisher aber nur mit drei Stadtverordneten mitgewirkt hat.

Neu in der kommunalpolitischen Szene ist die Wählergruppe "Deine Wahl – Bürger für eine lebenswerte Stadt Strausberg". Angeführt wird die Liste vom Hohensteiner Ortsbeiratsvorsitzenden Jens Knoblich, der einst für die Piratenpartei antrat und inzwischen in der "Fraktion: grün, liberal, bürgernah" mitwirkte. Die sieben Bewerber dieser Gruppe haben ihren Wahlkampf mit als Erste gestartet und fast ausschließlich im Internet in den sozialen Netzwerken geführt.

Mit ihren satirischen und ironischen Wahlplakaten hat hingegen die "Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative" (Abkürzung Die Partei) Aufsehen erregt. Die sieben Kandidaten haben mit Abstand den jüngsten Altersdurchschnitt. Ihre nicht ganz ernst gemeinten Losungen, die Große Straße "great again" zu machen, den Pegel zu halten oder den Kulturpark zu einem Friedhof mit Seeblick umzugestalten, zeigen zumindest, dass sie die drängenden Probleme der Stadt kennen.

Neben der Stadtverordnetenversammlung haben die Strausberger auch den Kreistag und die Hohensteiner ihren Ortsbeirat zu wählen.

Wahlleiter rät zu guter Vorbereitung

Wahlleiter Thomas Lukaschewitz empfiehlt für einen reibungslosen und möglichst zügigen Wahlablauf, dass sich die Wähler im Vorfeld einen Überblick über die Kandidaten verschaffen und ihre Wahlentscheidung treffen: "Wenn Sie erst in der Wahlkabine nach dem Ausbreiten der Wahlzettel alle Namen lesen und dann überlegen, wird es definitiv zu langen Warteschlangen kommen."⇥js

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG