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Sterbebegleiter der Stephanus-Stiftung sucht Kursteilnehmer / Lehrgänge kostenlos

Begleitung
Hospizdienst bildet Ehrenamtliche aus

„Bevor ich sterbe...“: Matthias Kleschewski vom Stephanus-Hospizdienst beim Altstadtfest in Bad Freienwalde.
„Bevor ich sterbe...“: Matthias Kleschewski vom Stephanus-Hospizdienst beim Altstadtfest in Bad Freienwalde. © Foto: Steffen Göttmann
Steffen Göttmann / 11.09.2018, 20:40 Uhr
Bad Freienwalde (MOZ) „Bevor ich sterbe möchte ich noch zweimal Oma werden.“ Bevor ich sterbe, möchte ich nach Afrika, Hubschrauber fliegen oder über die Alpen wandern. Solche und andere Wünsche schrieben Besucher des Altstadtfest auf eine dreieckige Tafel am Stand des Stephanus-Hospizdienstes. Am Abend waren zwei Tafeln voll geschrieben. „Die Leute kamen schnell mit mir ins Gespräch“, freute sich Matthias Kleschewski, Koordinator für Brandenburg und Bad Freienwalde des Stephanus-Hospizdienstes. Sein Büro befindet sich zwar im Stephanus-Treff in der Karl-Marx-Straße, aber dort ist er eigentlich selten anzutreffen; denn Kleschweski ist viel unterwegs.

„Wir bilden kostenlos Sterbegleiter aus und machen auch Trauerbegleitung“, sagte Matthias Kleschewski, der um interessierte Sterbebegleiter warb. Letzteres bedeutet, dass Menschen, die über den Tod eines Angehörigen oder eines Freundes nicht hinwegkommen, mit ihrer Trauer leben lernen sollen. Die ehrenamtlichen Begleiter helfen, einen Weg aus der Krise zu finden.

Kleschewski hofft, mehr Sterbebegleiter zu finden. Derzeit bildet er in Bad Freienwalde sieben Menschen aus, die sich für dieses Ehrenamt interessieren. Die Motive, einen solchen Kurs zu besuchen, seien unterschiedlich. Unter den Teilnehmern des Lehrgangs seien junge Leute, die für sich etwas über den Tod und das Sterben lernen möchten, um damit besser klar zu kommen. Es seien aber auch ältere Menschen dabei, die schon Erfahrungen mit Todesfällen bei Familie und Freunden gesammelt haben.

„Wir beraten und begleiten schwerstkranke  Menschen und auch deren Angehörige und  Freunde. Wir stehen ihnen zur Seite in den schweren Zeiten des Abschieds, des Sterbens und der Trauer“, erläuterte Matthias Kleschewski. Der Stephanus-Hospizdienst arbeite ambulant und unterstütze Menschen in ihrer vertrauten Umgebung. Ziel sei es, die Lebensqualität Sterbender zu verbessern und ihnen ein würdevolles, selbstbestimmtes Leben bis zuletzt zu ermöglichen. Die Sterbegleiter widmen sich Menschen jeden Alters, auch an Demenz Erkrankten. „Mit unserer Tätigkeit ergänzen wir die Arbeit von Ärzten, ambulanten Pflegediensten und anderen Partnern“, so der Koordinator des Hospizdienstes. Die Arbeit sei unentgeltlich und unabhängig von Herkunft und Weltanschauung.(sg)

Wer Interesse hat, an einem kostenlosen Vorbereitungslehrgang für den ehrenamtlichen Hospizdienst teilzunehmen, kann sich bei Matthias Kleschewski melden: Telefon 0151 18820622, E-Mail: matthias.kleschewski@stephanus.org

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