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Bad Freienwaldes Stadtbrandmeister René Erdmann läuft Berlin-Marathon mit und kann sich einen erneuten Start vorstellen

Marathon
„Das waren schon Gänsehaut-Momente“

Mit Konfetti im Ziel: René Erdmann und Yvonne Weidner-Timm aus Bad Freienwalde gehörten zu den 44 389 Läufern des diesjährigen Berlin-Marathons.
Mit Konfetti im Ziel: René Erdmann und Yvonne Weidner-Timm aus Bad Freienwalde gehörten zu den 44 389 Läufern des diesjährigen Berlin-Marathons. © Foto: privat
Heike Jänicke / 20.09.2018, 21:06 Uhr - Aktualisiert 21.09.2018, 09:10
Bad Freienwalde (MOZ) Am Ende zählt nicht der Platz, sondern die Gewissheit, im Ziel angekommen zu sein. Und das mit einem guten Gefühl. So jedenfalls sieht es René Erdmann. Der Stadtbrandmeister gehörte zu den 44 389 Läufern des Berlin-Marathons am Sonntag. „Die Stimmung war überwältigend, sowohl im Teilnehmerfeld als auch bei den Zuschauern. Diese Stimmung hat mich wohl auch die letzten sechs Kilometer ins Ziel getragen“, so Erdmann gegenüber dieser Zeitung.

Zwölf Wochen hat er auf diesen Höhepunkt hin trainiert. Gemeinsam mit Yvonne Weidner-Timm. „Wir haben uns zusammen angemeldet und sind auch von Kilometer eins bis Kilometer 42,195 zusammen gelaufen“, sagt der „Marathoni“.

Viermal in der Woche Lauftraining, auf unterschiedlichen Distanzen, am Ende mehr als 30 Kilometer, liegen hinter dem 45-Jährigen. Zwischendurch absolvierte er Wettkämpfe wie den Halb-Marathon in Hamburg oder in Berlin. Letzterer gilt als Generalprobe für den Berlin-Marathon. Nicht nur das Laufen musste stimmen. Auch die Ernährung. Mit vielen Kohlenhydraten. Und lernen musste er auch etwas – das Trinken und Essen beim Laufen. Vor allem das Gel unter der Sportnahrung zu finden, das einem schmeckt und das man auch verträgt. „Am Ende hatte ich aber eins gefunden, was ich auch am Sonntag genommen habe und es hat funktioniert“, berichtet René Erdmann. Er ist immer noch fasziniert. Wohl auch, weil sich unter die Zuschauer nicht nur seine Lebenspartnerin Swetlana und sein Sohn Leon gemischt hatten, sondern auch Freunde aus Bad Freienwalde. „Die haben uns an vier Stationen angefeuert. Das waren Gänsehaut-Momente“, sagt er. „Und bei Kilometer 42, kurz vor dem Brandenburger Tor, weißt du, dass du es gleich geschafft hast. Das ist ein unglaublich tolles Gefühl“, lässt René Erdmann den Lauf noch einmal Revue passieren.

Nicht einen Moment hatte er den Gedanken, aufzugeben. „Wäre es mir nicht gut gegangen, hätte ich aufgehört. Aber dem war nicht so. Ich habe mich gut gefühlt. Auch hinterher“, so Erdmann. Nach 4:40:22 erreichten er und Yvonne Weidner-Timm gemeinsam das Ziel, auf Platz 21 166 und 21 167. Noch beim Altstadtfest hatte er gezweifelt. Zu kräftezehrend, physisch wie auch psychisch, seien die Trainingswochen gewesen. Doch heute, nach dem Marathon, kann er sich eine erneute Teilnahme vorstellen. „Nicht gleich morgen und übermorgen. Aber ich denke schon, dass ich das noch einmal machen werde.“ Ob es vielleicht sogar ein Start beim großen Marathon in New York ist, das kann er nicht sagen. „Das wäre schon toll. Aber so etwas muss lange geplant werden und ist ja auch mit Kosten verbunden“, ist der Kurstädter realistisch.

Jetzt geht er es erst einmal langsamer an, will seine zehn bis 17 Kilometer weiter laufen, aber nicht mehr viermal in der Woche. Und dann warten noch ein paar Läufe, unter anderem der Kurparklauf.

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Yvonne Weidner - Timm Anfeuern René Erdmann Freienwalde

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