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Mehr als 100 Straftaten gehen auf das Konto von acht Fürstenbergern im Alter zwischen 20 und 30 Jahren

Diebesbande zerschlagen

Thomas Pilz / 25.03.2016, 22:35 Uhr
Oberhavel (GZ) Spektakulärer Fahndungserfolg von Polizei und Staatsanwaltschaft: Eine umfangreiche Diebstahl-Serie konnte aufgeklärt werden - verübt von einer Fürstenberger Tätergruppe. Der Gesamtschaden liegt im mittleren fünfstelligen Eurobereich.

Zwei der 20- bis 30-jährigen Verdächtigen befinden sich seit Februar in Untersuchungshaft. Weitere sechs Personen zählen zu den mutmaßlichen Tätern.

Laut Polizeisprecher Toralf Reinhardt begingen die Bandenmitglieder außerordentlich viele Diebstähle. Die Beute wurde als Hehlerware zu Geld gemacht - damit die Verdächtigen ihren Drogenkonsum finanzieren konnten, wie sie in Vernehmungen einräumten.

Der Wirkungskreis der seit 2013 agierenden Bande war weitaus größer als das Fürstenberger Seenland: Die Verdächtigen verübten ihre Taten zu einem Drittel in Mecklenburg-Vorpommern und zu zwei Dritteln in Brandenburg, etwa in Rheinsberg, Gransee und Zehdenick. Sie brachen in zahlreiche Firmen ein, auf Baustellen, in Bungalows und verschiedene Ferienhäuser. Mehr als 100 Straftaten sind bislang gezählt worden.

Beliebt bei den Tätern waren Baustellen, an denen Handwerker ihre Werkzeuge am Ort beließen. Die meist hochwertigen Arbeitsmittel bekannter Marken ließen sich offensichtlich leicht zu Geld machen, so der Polizeisprecher. Doch die Bandenmitglieder stahlen ebenso hochwertige Musikinstrumente, zum Beispiel ein Saxofon.

Auf die Schliche kam die Kripo der Bande im Januar 2016 - nachdem die Polizei im Jahr zuvor einen sprunghaften Anstieg von Raubzügen verzeichnet hatte. Bei mehreren Hausdurchsuchungen wurden massenhaft gestohlene Gegenstände entdeckt und sichergestellt. Ein großer Teil des Diebesgutes konnte den Geschädigten bereits zurückgegeben werden. Die Ermittlungen der Kripo dauern allerdings noch an, weil ein Teil der Beute weiteren Straftaten zugeordnet werden muss, so die Polizei. Der Ermittlungserfolg sei auch einer Kooperation mit der Neustrelitzer Polizei zu verdanken.

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