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In Familie Ostwalds Garten wachsen eine Rose auf der Kiefer und ein ganzer Hibiskuswald.

Naturerlebnis
Ein Gefühl wie am Gardasee

Natur und Kunst: Isolde und Rudolf Ostwald fühlen sich auf ihrem Grundstück in Dobberzin wie im Urlaub.
Natur und Kunst: Isolde und Rudolf Ostwald fühlen sich auf ihrem Grundstück in Dobberzin wie im Urlaub. © Foto: Kerstin Unger
Kerstin Unger / 19.07.2019, 06:15 Uhr
Dobberzin (MOZ) Auch in diesem Jahr stellen die MOZ und die Agenda-Gruppe Umwelt wieder schöne, naturnahe Gärten vor. Heute: zu Gast bei der Familie Ostwald in Dobberzin.

Isolde und Rudolf Ostwald gehören zu den Schwedtern, die außerhalb der Stadt einen grünen Flecken zur Erholung am Wochenende gesucht und in Dobberzin gefunden haben. Um auch an den Wochenenden in ihrer Finnhütte bleiben zu können, baute Bautischler Rudolf an. Seit vielen Jahren wohnen sie hier auf ihrem 730 Quadratmeter großen Grundstück. "Jedes Stück Holz hat Geschichte", sagt der Ehemann. Seine Frau weiß, woher jede Pflanze im Garten stammt, denn die meisten haben sie von ihren Reisen mitgebracht oder wurden ihnen von Verwandten und Bekannten geschenkt. "Ich habe gepflanzt, was mir gefiel", sagt sie. "Was hier nicht hergehört, wächst auch nicht." Das hat sich scheinbar auch das Unkraut gemerkt. Das hält sich auf dem Lehmboden in Grenzen.

Ostwalds haben auch Obstbäume und Gemüsepflanzen. Aber der Nutzgarten ist immer weniger geworden, erzählen sie. Was sie ernten, wird auch verarbeitet. Ostwalds werfen nichts weg. Das ist eine Lebensmaxime, die auch ihre Tochter vor Jahrzehnten aus der Schule mitbrachte. "Daran erinnern wir uns oft", sagt Isolde Ostwald, die selbst Lehrerin war. Auch noch nach ihrer Pensionierung hat sie vielen Schwedtern in Keramikzirkeln das Töpfern beigebracht.

Das Hobby hat im Garten Spuren hinterlassen. Angesichts der handgemachten Kunst inmitten des wunderschönen Gartens mit Goldfischteich und buntem Pflanzenmix vergisst man schnell, dass man nicht am Gardasee, sondern in Dobberzin ist.

Der Hibiskus wächst wie ein Wald und in allen Farben. Viele Ableger hat Isolde Ostwald schon verschenkt. Aus den Blättern des Gingko hat sie schon Schmuck gemacht. Der Walnussbaum spendet den Eheleuten jeden Tag eine Handvoll Nervennahrung. Und die Weinrebe trägt Trauben, die wie gemalt aussehen. Im Frühjahr erfreuen rund 500 Tulpen und andere Blumen ihr Herz.

Das Phänomen im Ostwaldschen Garten ist aber eine Rose, die scheinbar auf einem Baum wächst. Ihre Blüten leuchten aus mehreren Metern Höhe auf der Kiefer. "Es ist ein Buschrose, die mit dem Baum mitgewachsen ist und jedes Jahr wiederkommt", erzählt Rudolf Ostwald.

Möchten auch Sie etwas über Ihren Garten erzählen? Dann rufen sie uns an, Tel. 03331 32998

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