Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Feuerwehr
Neuruppin muss Millionen in die Feuerwehr stecken

Den Feuerwehr-Neubau in Alt Ruppin nimmt die Stadt Neuruppin dem Gefahrenabwehr-Bedarfsplan bereits vorweg. Das Richtfest ist schon Geschichte, die Bauarbeiten laufen auf Hochtouren.
Den Feuerwehr-Neubau in Alt Ruppin nimmt die Stadt Neuruppin dem Gefahrenabwehr-Bedarfsplan bereits vorweg. Das Richtfest ist schon Geschichte, die Bauarbeiten laufen auf Hochtouren. © Foto: Siegmar Trenkler
Judith Melzer-Voigt / 21.08.2019, 13:57 Uhr
Neuruppin (MOZ) Wie hoch die Summe sein wird, die Neuruppin in den nächsten fünf Jahren in die Feuerwehr stecken muss, wird sich nach und nach zeigen. Doch seit Dienstagabend steht fest: Es werden Millionen Euro sein. Stefan Mertens vom Büro Forplan stellte dem Sozialausschuss den neuen Gefahrenabwehr-Bedarfsplan vor. Fazit: Die Neuruppiner Feuerwehr ist im Kern ganz gut aufgestellt. Doch es müssen neue Standorte und sehr viel mehr hauptamtliche Mitarbeiter her.

Bisher gibt es 17 fest angestellte Mitarbeiter in der Hauptwache. Geht es nach dem Bedarfsplan, werden es bald 35 verbeamtete Angestellte sein. Nur so könne garantiert werden, dass immer sechs Brandbekämpfer vor Ort sind. Hintergrund der Personalverstärkung ist die Einsatzhäufigkeit der Neuruppiner Feuerwehr. 428-mal mussten die Wehren zwischen 2013 und 2017 durchschnittlich pro Jahr ausrücken. Umgerechnet sind das 1,2 Einsätze pro Tag. "Das ist ein sehr hoher Wert", so Mertens.

Dazu kommt – neben den sinkenden Mitgliederzahlen – ein weiteres Problem: In spätestens zehn Minuten sollten mindestens neun Brandbekämpfer laut dem derzeitigen Gefahrenabwehr-Bedarfsplan bei einem Wohnungsbrand im Stadtgebiet sein. Die Vorgabe für die ländlichen Raum liegt bei zwölf Minuten und sechs Ehrenamtlern. Das ist für einige Einheiten nicht zu schaffen. Sie plagen sich herum mit zu wenig Personal, das gerade wochentags nicht zur Verfügung steht.

Wichtig ist es laut Mertens, die Standorte zukunftsfähig zu halten. Das gehe nur mit Zusammenlegungen und Neubauten. Das Büro empfiehlt das Errichten der neuen Hauptwache am Certaldo-Ring mit 30 Stellplätzen. Mertens und seine Kollegen schlagen vor, die Einheit Krangen/Molchow dem neuen Feuerwehrhaus in Alt Ruppin zuzuordnen. Schwierig ist die Situation auch in Gühlen-Glienicke und Binenwalde. Der Plan sieht vor, dass für die beiden Standorte ein gemeinsamer Wachen-Neubau eingerichtet wird.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG