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Ägypten: Muslimbrüder rufen nach Todesurteilen zu Revolution auf

Muslimbrüder hinter Gittern: 683 Angehörige und Sympathisanten der ägyptischen Bewegung wurden zum Tode verurteilt - Aufruf zu einer neuen "Revolution".
Muslimbrüder hinter Gittern: 683 Angehörige und Sympathisanten der ägyptischen Bewegung wurden zum Tode verurteilt - Aufruf zu einer neuen "Revolution". © Foto: dpa
dpa / 29.04.2014, 11:11 Uhr
Kairo (dpa) Die Muslimbrüder haben nach den schockierenden Todesurteilen gegen 683 Angehörige und Sympathisanten ihrer Bewegung zu einer neuen "Revolution" in Ägypten aufgerufen. Die von den Islamisten 2013 gegründete "Nationale Koalition für die Unterstützung der Legitimität" kündigte Protestaktionen für den kommenden Mittwoch an. In einer Erklärung, die in der Nacht zum Dienstag verbreitet wurde, hieß es, die Schreie der zu Unrecht verurteilten seien "bis in die Paläste der Plünderer zu hören".

In 37 Fällen müssen die Urteile vor der Vollstreckung noch von Mufti Scheich Schauki Allam genehmigt werden. Er muss als religiöse Autorität seine Zustimmung geben. Die anderen zum Tode verurteilten Angeklagten können zudem noch in Berufung gehen.

Der Urteilsspruch vom Montag hatte vor allem in westlichen Hauptstädten Entsetzen ausgelöst. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International warnte davor, die Justiz zu einem Teil des "Unterdrückungsapparats" zu machen. Das Militär hatte den demokratisch gewählten Präsidenten Mohammed Mursi im Juli 2013 gestürzt. Seither wurden Tausende Anhänger der Muslimbruderschaft inhaftiert. An den Protestmärschen der Islamisten hatten zuletzt nur wenige Hundert Demonstranten teilgenommen.

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Andreas M. 03.05.2014 - 09:27:52

gegen Demokratie

Die Bruderschaft ist für die Beseitigung der Demokratie und Homosexualität ist mit dem Tod zu bestrafen. Wenn diese Leute erst einmal an den Schalthebeln der Macht sitzen, ist das Chaos und der Untergang des Landes vorprogrammiert. Die klugen Köpfe verlassen das Land und zurück bleiben Unterdrückung, und tiefstes Mittelalter ( siehe Taliban in Afghanistan ). Das will wohl kein normaldenkender Ägypter.

Gabi 03.05.2014 - 08:37:09

@ HARDY

Im Fokos der aktuellen Aktionen von Amnesty International stehen z.Z. die Rechte der Schwulen in Kamerun, eine einseitige Aufarbeitung der Polizeigewalt bei den Maidan -Protesten in Kiew und richtet sich gegen Rußlands Präsident Putin, der die russische Zivilgesellschaft angeblich unterdrückt. Wer bezahlt diesen "Verein" eigentlich? Wir wissen nicht, was in Ägypten wirklich passiert. Soviele Menschen in 15 Minuten zum Tode zu verurteilen, ist dennoch nicht gerechtfertigt. Stimmt, der Lissaboner Vertrag erlaubt ebenfalls EU weit auf Gegner der Regierung zu schießen! Eine Kostprobe gab es bei Stuttgart 21.

@hardy 02.05.2014 - 23:11:43

Muslim- Brüder und die Revolution

Gegen wen geht eigentlich die Revolution der Bruderschaft.Haben wir oder wollen wir einfach vergessen was diese Bruderschaft zur Zeit Ihrer Macht alles getan hat? Gemordet ,Geplündert,Unterdrückt und die Armut Vermehrt.Sie haben die Macht verloren und wollen mit allen mitteln diese zurück haben ,koste es was es wolle. Auch wenn es bei uns keine Todesurteile mehr gibt ,dürfen wir uns in die Angelegenheiten anderer Staaten einmischen,wo wir nicht einmal im eigenen Land die Probleme Lösen können

Gabi 02.05.2014 - 21:44:28

Wo bleibt Amnesty International?

Die Todesurteile wurden in nur 15 Minuten Verhandlung ausgesprochen!? Sollten die Todesurteile vollstreckt werden, ist ein weiterer Bürgerkrieg vorprogrammiert. Wem ist die erneute Spaltung des Landes von Nutzen?

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