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Deutsch-polnisches Projekt
Ein Schwein zerlegt

Vom Koch lernen: Torsten Neufert vom Anglerheim Lebus verarbeitet mit den Lehrlingen die einzelnen Körperteile des Schweins.
Vom Koch lernen: Torsten Neufert vom Anglerheim Lebus verarbeitet mit den Lehrlingen die einzelnen Körperteile des Schweins. © Foto: Patrizia Czajor
Patrizia Czajor / 07.02.2019, 21:30 Uhr
Eisenhüttenstadt (MOZ) Als Gruppe hat das Projekt die jungen Menschen schon sehr zusammengeschweißt, sagte Torsten Kleinschmidt, Leiter des QualifizierungsCentrums der Wirtschaft (QCW) in Eisenhüttenstadt. Wie schon in der vergangenen Woche verbrachten erneut Auszubildende der Gastronomie- und Hotelfachschule in Gorzów einen Studienaufenthalt in der Region. Besonders freute den QCW-Küchenchef, dass er zwischen den deutschen und polnischen Lehrlingen nicht nur einen fachlichen Austausch beobachtete. Obwohl die Verständigung nur auf Englisch erfolgte, ist der Umgang in seinen Augen sehr freundschaftlich gewesen.

Neben gemeinsamen Freizeitaktivitäten ging es auch um das Kochen, und zwar unter dem Motto „Outdoor-Cooking“. Zu Besuch waren die Auszubildenden aus Brandenburger Gastronomiebetrieben sowie der polnischen Partnerschule etwa in der Landfleischerei Wellmitz oder in der Kajüte in Ratzdorf, wo sie sich dem Thema Fisch widmeten. Dabei schauten sie Wolfgang Schalow, dem sogenannten Brandenburger Fischexperten, dabei zu, wie er seinen berühmten Flammlachs in einem speziellen Fass zubereitete.

Am Donnerstag zerlegten die Azubis in der Kochhütte in Eisenhüttenstadt dann gemeinsam mit Torsten Neufert ein ganzes Schwein. Was für den Koch vom Anglerheim Lebus zum Alltag gehört, war für viele der Auszubildenden hingegen etwas Neues. Doch darum geht es laut Torsten Kleinschmidt bei den Workshops, die das QCW gemeinsam mit der Fachschule in Gorzów organisiert. „Das Gastgewerbe ist es sehr umfangreich.“ Und durch die Veranstaltungen des Kooperationsprojekts, das aus Interreg-Mitteln der EU finanziert wird, könne der Lehrplan der Auszubildenden erweitert werden, so dass es den jungen Menschen im besten Fall auch Anregungen für einen eigenen Gastronomiebetrieb gibt, erläuterte der Leiter des QCW. Auch Malgorzata Zysbarska ist davon überzeugt, dass das sowohl der Region als auch den Lehrlingen zugutekommt. „Wir haben einen gemeinsamen Arbeitsmarkt“, sagte die ehemalige Lehrerin der Partnerschule in Gorzów, die die Schülerinnen und Schüler bei dem Studienaufenthalt begleitete.

Nicht nur gekocht, gegessen wurde übrigens auch. Nach dem Zerlegen der Körperteile bereiteten die Lehrlinge Bratwürste zu. Die werden, wie Gastronom Torsten Neufert erläuterte, aus dem Nacken oder dem Bauch des Tieres verarbeitet. Die große Schweinekeule, die er in der Hand hielt, sei hingegen das Edelfleisch für Steaks oder Schnitzel. (pac)

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