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zum Mindestlohn für Azubis
Längst überfällig

Mathias Puddig
Mathias Puddig © Foto: Thomas Koehler
Meinung
Mathias Puddig / 13.05.2019, 20:33 Uhr
Berlin (NBR) Da ist er ja endlich! Fünf Jahre nach den "richtigen" Arbeitnehmern bekommen nun auch die Lehrlinge ihren Mindestlohn.

Der heißt zwar Mindestausbildungsvergütung und fällt geringer aus als nach Abschluss der Lehre. Wichtig ist seine Einführung trotzdem, schließlich sorgt sie dafür, dass endlich alle Azubis die Chance haben, auf eigenen Füßen zu stehen. Studierenden wird das schon lange zugebilligt. Und wer – wie Bildungsministerin Karliczek – immer wieder auf der Gleichwertigkeit von Studium und Ausbildung herumreitet, der kommt am Azubi-Mindestlohn gar nicht vorbei.

Dass die Arbeitgeber über die Maßnahme zetern, sollte die Regierung nicht nervös werden lassen. Die haben auch vor der Einführung des Mindestlohns Schreckensszenarien gezeichnet, die schlussendlich nicht eingetreten sind. Und mittelfristig dürften Ausbildungsbetriebe von der Mindestvergütung sogar profitieren. Denn in Zeiten, in denen die meisten jungen Menschen an die Hochschulen drängen und es den Unternehmen immer schwerer fällt, Nachwuchs zu finden, ist das Geld ein handfestes Argument für die berufliche Ausbildung.

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