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Maria Patz ist Auszubildende im Getränkefachmarkt und eine von zwei Schwedtern mit den besten Prüfungsergebnissen.

Glanzleistung
Schwedts beste Azubine lernt im Getränkemarkt

Stolz: Maria Patz zählt zu den Ostbrandenburger Azubis, die am besten in der Prüfung abgeschnitten haben. Die Ehrung mit anschließender Feier in Bad Saarow fand sie "genial".
Stolz: Maria Patz zählt zu den Ostbrandenburger Azubis, die am besten in der Prüfung abgeschnitten haben. Die Ehrung mit anschließender Feier in Bad Saarow fand sie "genial". © Foto: Katharina Schmidt
Katharina Schmidt / 06.11.2019, 06:15 Uhr - Aktualisiert 06.11.2019, 06:57
Schwedt (MOZ) Die IHK Ostbrandenburg hatte extra nach Bad Saarow eingeladen, um Auszubildende mit diesjähriger Prüfungsbestnote in Bad Saarow zu ehren. Geglänzt mit ihrer Leistung hat auch Maria Patz, angehende Einzelhandelskauffrau im Getränkefachmarkt Heidebrecht.

Bei der Wahl ihres Ausbildungsbetriebes kann man schon von einer Familientradition sprechen: Ihr Opa führte seinen eigenen Getränkemarkt, ihre Mutter schafft für die Konkurrenz. "Oft können wir uns über gemeinsame Kunden austauschen", erzählt Patz bei einem Treffen im Schwedter Stadtcafé. "Ich bin echt froh, dass die Ausbildung in der Branche geklappt hat. Das ist halt meins" schwärmt die 27-Jährige von ihrem Job. Dabei sind alkoholische Getränke, die häufig im Markt über den Ladentisch gehen, gar nicht ihre Sache. Ihre wilden Partyzeiten hat sie hinter sich gelassen: "Ich habe mit 16 angefangen, feiern zu gehen und mit 21 wieder aufgehört."

Bevor sie die Ausbildung begann, arbeitete sie in einem Kundenservice-Callcenter. Der Status als Hilfsarbeiterin reichte ihr jedoch nicht. "Ich wollte für die Zukunft einfach was in der Tasche haben." Aber sie ist froh, dass der Kundenkontakt erhalten bleibt: "Da ich privat eher zurückgezogen lebe, ist mir wichtig, im Beruf mit Menschen zu tun zu haben." Wenn die Kunden jedoch mal einen schlechten Tag haben und es nach außen tragen, geht das der Verkäuferin oft nahe: "Ist manchmal schon psychisch belastend. Aber ich versuche stets, das nicht persönlich zu nehmen."

Beruflich und privat läuft’s

Ein weiterer Vorteil ihres Jobs: Sie kann sich das Fitnessstudio sparen: "Wenn ich 100 volle Getränkekisten am Tag schleppe, brauche ich keinen Sport mehr abends." Ihr fachliches Steckenpferd ist das gute alte Wasser geworden. Ein Kunde suchte nach seinem Urlaub an einer Heilquelle nach Wasser mit hohem Natriumgehalt. Die Beratung inspirierte Patz, in welcher Warengruppe sie sich prüfen lassen möchte.

Allerdings hat die Getränkefachfrau auch ein Laster: "In der Abteilung Energydrinks bin ich bei uns die beste Kundin."

Übrigens läuft es nicht nur in der Berufsschule gut für die Getränkefachfrau, an deren Finger ein silberner Ring funkelt: "Im Dezember heirate ich", strahlt sie. Allerdings ist gut möglich, dass sie nach der Ausbildung Schwedt verlässt. Ihr bayerischer Verlobter möchte zurück in die Heimat. "Als Ehepartner wird er ja ein Wörtchen mitzureden haben."

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