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Das Fürstenwalder DAW SE-Werk bildet nach dem Produktions-Aus bei Lacufa vor dreieinhalb Jahren wieder aus. Und ist bei der Ausbildungsbörse dabei.

Ausbildungsbörse
Gesucht: schwindelfreier Azubi

Vor meterhohen Regalen: Marco Weiß (l.), Logistik-Leiter bei DAW SE, sucht einen Azubi. Steven Drescher, Praktikant bei der Stadtverwaltung, zeigt das Plakat der 13. Ausbildungsbörse.
Vor meterhohen Regalen: Marco Weiß (l.), Logistik-Leiter bei DAW SE, sucht einen Azubi. Steven Drescher, Praktikant bei der Stadtverwaltung, zeigt das Plakat der 13. Ausbildungsbörse. © Foto: Lisa Mahlke
Lisa Mahlke / 08.01.2020, 20:30 Uhr
Fürstenwalde (MOZ) In der achten Etage, auf 13,8 Metern, liegen die letzten Paletten voller Farbeimer. Acht ist auch die Zahl der Rampen, von denen aus die Paletten in Lkw verladen werden und dann zum Beispiel nach Russland, Tschechien, oder Dänemark an die Kunden gehen. Der Transport der Farben ist heute das Hauptgeschäft des DAW SE-Werks Fürstenwalde (Deutsche Amphibolin-Werke). Früher, unter dem Namen Lacufa, wurde auf dem über zwölf Hektar großen Betriebsgelände noch selbst produziert. Mitte 2016 wechselten dann über 40 Mitarbeiter in eine Transfergesellschaft. Im weiter bestehenden Logistikzentrum sind heute 25 festangestellte Mitarbeiter beschäftigt. Und es sollen wieder mehr dazukommen.

17 Meter hohe Halle

Denn DAW SE sucht einen Auszubildenden zur Fachkraft für Lagerlogistik. Ausgebildet werden soll ab sofort wieder jedes Jahr mindestens eine Person. "Karriere in Farbe war schon früher unser Slogan", erinnert Logistikleiter Marco Weiß an eine Zeit, als Lacufa Chemielaboranten ausbildete. Die Ausbildung im Bereich Lagerlogistik umfasst nun kaufmännische Aufgaben, Warenannahme, Kommissionierung und Verladung. "Da muss man schwindelfrei sein", sagt Weiß und blickt in der 17 Meter hohen Halle nach oben.

Auf die Suche nach einem Auszubildenden machen er und seine Kollegen sich am 24. und 25. Januar bei der 13. regionalen Ausbildungsbörse in Fürstenwalde (s. Frage des Tages/Infokasten). "Wir hoffen auf Bewerber, die Lust haben, in einem Familienunternehmen zu arbeiten", sagt Weiß, der seit 20 Jahren dabei ist. Andere Kollegen seien noch länger im Unternehmen. "Wir brauchen junge Kräfte, die die zukünftige Nachfolgegeneration bilden."

60 000 Pakete pro Jahr

Die Firma wolle ausbilden, um später auch zu übernehmen. Der Azubi sollte Technik- und Computer-Affinität mitbringen sowie kaufmännisches Verständnis. "Das Geschlecht ist absolut egal", so Weiß. Früher, als die Farbenproduktion noch nicht im Hauptsitz im Hessischen Ober-Ramstadt stattfand, war die Berufsschule für die Chemikanten-Lehrlinge in Dresden. Jetzt arbeitet DAW SE mit dem OSZ Palmnicken zusammen. "Wir sind ein dynamisches Team, das Veränderungsprozesse vorantreiben und überproportional in den Standort investieren darf", bewirbt er die Firma. Die Ausgaben für Instandhaltungen und Investitionen liegen nach seinen Angaben jedes Jahr "im höheren 100 000er-Bereich".

Auch Schienen führen auf das Betriebsgelände. Während der Saison kommen alle drei Wochen Bahntransporte mit Rohstoffen an, erzählt Weiß. Verladen werden im Jahr knapp 30 000 Tonnen. Das zweite große Standbein ist seit 2017 der zentrale Versand von Werbeprodukten des Unternehmens. Versandt werden pro Jahr 60 000 Pakete.

Zwölf Berufsfelder stellen sich vor

Das DAW SE-Werk ist an beiden Tagen auf der 13. regionalen Ausbildungsbörse vertreten. Das Unternehmen gehört zur Gruppe der Verkehrs- und Logistikberufe. In elf weiteren Berufsfeldern sind Firmen mit Ausbildungsplätzen auf der Messe vertreten: grüne und Agrarberufe, Bau, Elektro- und IT-Berufe, Hotel- und Gastgewerbe, Handel, Kreative Berufe, Berufe im Bereich Soziales und Gesundheit, Metallberufe, Büro-, Verwaltungs- und Behördenberufe, Kunststoff und Chemie, Technische Berufe.Neu ist dieses Jahr der Innovationstruck des Bildungministeriums, in dem es Rundgänge gibt, Experimente und Beratungen zu technischen und wissenschaftlichen Berufen. An Bord: Wissenschaftler, die Lust auf Wissenschaft machen wollen. ⇥sam

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