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Medizinisch-technische/r Radiologieassistent/in

Medizinisch-technische Radiologieassistenten und -assistentinnen wenden radiologische Diagnostiken und andere bildgebende Verfahren an und führen nuklearmedizinische Untersuchungen, Strahlentherapien sowie Computertomografien und Magnetresonanztomografien durch. Sie erstellen z.B. Röntgenaufnahmen des menschlichen Körpers, um Knochenbrüche oder krankhafte Veränderungen sichtbar zu machen. Dafür stellen sie Anlagen und Apparate ein und bedienen sie, treffen die erforder-lichen Sicherheitsvorkehrungen, dokumentieren die Untersuchung und sorgen für die sachgerechte Lagerung des Filmmaterials bzw. für das Speichern der digitalen Daten.
Sie bereiten die Bestrahlungen von Tumorpatienten vor und führen sie nach einem ärztlich vorgegebenen Bestrahlungsplan durch. Bei nuklearmedizinischen Untersuchungen erhalten Patienten geringe Mengen kurzlebiger radioaktiver Substanzen. Nach der Gabe dieser Arzneistoffe erfassen Medizinisch-technische Radiologieassistenten und -assistentinnen die zu untersuchenden Vorgänge mithilfe ferngesteuerter bzw. computerunterstützter Kameras, Computer und Messgeräte, um eine exakte Diagnose durch den Arzt bzw. die Ärztin zu ermöglichen.

Medizinisch-technische Radiologieassistent bei einer DaTSCAN-Untersuchung.
Foto: Sandra Kobelt

Ausbildungsort/-dauer

 3 Jahre Berufsfachschule und Krankenhaus

Wo arbeitet man?

Medizinisch-technische Radiologieassistenten und -assistentinnen finden Beschäftigung
– in Krankenhäusern
– in Arztpraxen bzw. Facharztpraxen für Radiologie

Worauf kommt es an?

– Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim korrekten Lagern von Patienten in der Strahlenschutzkabine oder Einstellen und Steuern der Bestrahlungsgeräte)
– Sorgfalt (z.B. beim Anfertigen von Röntgenaufnahmen und Dokumentieren der Untersuchungsergebnisse)
– Einfühlungsvermögen (z.B. Eingehen auf Ängste und Bedürfnisse der Patienten und Patientinnen)
– Psychische Stabilität (z.B. zugewandtes Verhalten und gleichzeitige professionelle Distanz beim Kontakt zu z.T. schwer kranken Menschen)
– Verschwiegenheit (z.B. Stillschweigen über persönliche und medizinische Patientendaten wahren)


Schulfächer:

– Chemie (z.B. zum Verstehen von nuklearmedizinischen Ausbildungsinhalten)
– Physik (z.B. Kenntnisse über Elektrodynamik, elektromagnetische Wellen, Magnetismus und Kernphysik zum Verstehen von physikalischen Vorgängen)
– Biologie (z.B. zum Verstehen, wie diagnostische Radiologie und Strahlentherapie eingesetzt werden und wie Strahlung auf den Körper wirkt)
– Mathematik (z.B. für das Berechnen von Dosis und Dosisleistung sowie von Impulsraten und Korrekturfaktoren)
– Englisch (z.B. zum Verstehen von medizintechnischer Fachliteratur)
– Latein (z.B. beim Erlernen der medizinischen Fachterminologie)

Für die Ausbildung wird i.d.R. ein mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt. Die Berufsfachschulen wählen Bewerber/innen nach eigenen Kriterien aus.


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