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Zehn Briesener und Jacobsdorfer schreiben offenen Brief an Gemeinden

Infrastruktur
Pendler fordern bessere Parkplätze

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Symbolbild © Foto: Gerd Markert
Stefanie Ender / 13.03.2019, 08:15 Uhr
Jacobsdorf/Briesen (MOZ) Zehn Berufspendler aus Jacobsdorf und Briesen fordern unter anderem kostenlose Parkplätze an den Bahnhöfen. In einem offenen Brief wenden sie sich an Politik und Verwaltung.

"Wir fordern die Gemeinden Jacobsdorf und Briesen auf, bürgerfreundliche Lösungen zu finden", heißt es in ihrem Schreiben. Geprüft werden soll, ob die Parkplätze am Bahnhof kostenlos werden könnten, so der Wunsch. "In Fürstenwalde und Erkner bemüht man sich um gute Lösungen für Pendler", sagt Stefan Friedemann, der den offenen Brief vergangene Woche in Jacobsdorf vorstellte. Seiner Meinung nach müsste es vorrangiges Ziel der Gemeinden Briesen und Jacobsdorf sein, die Berufspendler auf die Schiene zu bekommen. Nur so gebe es weniger Verkehr auf den Straßen.

Um den Berufspendlern das Fahren mit der Bahn schmackhaft zu machen und die Anwohner zu entlasten, sei das kostenfreie Abstellen von Fahrzeugen notwendig. Denn aktuell stellen viele Pendler ihre Fahrzeuge im Bahnhofsumfeld ab, um der Bezahlpflicht zu entgehen.

"Bisher kostet das Parken am Bahnhof einen Euro pro Tag. Gerechnet auf das ganze Jahr komme ich bei 240 Euro raus", so Friedemann. Selbst mit einer Dauerparkkarte, die für ein Jahr gilt und 210 Euro kostet, ist ihm das zu teuer. Denn dieser Preis komme einer Kostenerhöhung des Jahresabos bei der Deutschen Bahn um 20 Prozent gleich, rechnet Friedemann vor.

Der Jacobsdorfer arbeitet in Berlin und pendelt jeden Tag. Drei weiteren Jacobsdorfern und sechs Pendlern aus Briesen geht es ähnlich. Gemeinsam wollen sie das Parken am Bahnhof günstiger machen. Denn insgesamt würden von etwa 2600 Erwerbstätigen, die in beiden Gemeinden wohnen, deutlich unter 400 Menschen auch hier arbeiten. So steht es in einer Statistik der Agentur für Arbeit.

Um den 2200 Berufspendlern den Weg zur Arbeit angenehmer zu gestalten und zu einer nachhaltigen Klima- und Verkehrspolitik beizutragen, fordern sie auch einen kürzeren Takt des Regionalexpress 1, der zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) verkehrt. "Warum sollte pro Stunde und Richtung nur ein Zug halten, während zwei weitere mit großem Getöse durch den Bahnhof fahren?", heißt es in ihrem Schreiben.

Die Jacobsdorfer Gemeindevertreter nahmen das Anliegen auf ihrer Sitzung entgegen. "Es wäre schön, wenn wir demnächst sichere und komfortable Parkplätze haben, die kostengünstig sind", sagt Friedemann und schlägt die Parkplätze am Bahnhof Fürstenwalde als Vorbild für Erneuerungen vor.

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