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zieht ihre Bilanz der Berlinale
Die Berlinale in Zeiten von Corona

Christina Tilmann
Christina Tilmann © Foto: Gerd Markert
Christina Tilmann / 01.03.2020, 18:38 Uhr - Aktualisiert 02.03.2020, 08:35
Berlin (MOZ) Was ist ein Filmfestival wie die Berlinale in Zeiten von Hanau, von Corona, von sich erneut zuspitzenden Syrien- und Türkei-Konflikten? Unwichtig? Anachronistisch? Vielleicht sogar extrem leichtsinnig? Wäre die Berlinale in diesem Jahr noch zwei Wochen später gestartet, wäre sie wahrscheinlich abgesagt worden, wie die ITB, wie die Aufführungen in der Mailänder Scala, wie demnächst vielleicht viele kulturelle Großveranstaltungen. So wurde sie, ungeplant, zu einer Art kollektiver Gegendemonstration in letzter Minute. Die lustvoll, mit jeder Menge Fans am Roten Teppich und Filmbesuchern zumeist ohne Mundschutz, die gemeinsame Liebe zum Film feierte. Die sich mit Standing Ovations bei der Gedenkminute für Hanau und bei der Preisvergabe an den abwesenden iranischen Regisseur Mohammed Rasoulof der gemeinsamen Verpflichtung auf Freiheit und Solidarität versicherte. Die von Hillary Clinton bis Sahra Wagenknecht starke Frauen, Mut und politischen Einsatz ehrte. Und die bis zum letzten Tag ein kraftvolles Zeichen für ein analoges Miteinander setzte. Keine keimfreie Videoübertragung kann das ersetzen. Wir werden uns bald danach zurücksehnen.

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