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Für die Sommerferien hat sich die Wriezener Awo-Kita "Marie Juchacz" für jede Woche einen besonderen Höhepunkt einfallen lassen.

Ferienspaß
"Das Moos pikt ja"

Hat Spaß: Katharina läuft der Wriezener Awo-Kita "Marie Juchacz" über eine Sinnesstrecke. Die Fünfjährige ist gern barfuß unterwegs. Beeindruckt war sie am Entspannungstag auch von den Wasserstationen. "Aber hier ist alles toll."
Hat Spaß: Katharina läuft der Wriezener Awo-Kita "Marie Juchacz" über eine Sinnesstrecke. Die Fünfjährige ist gern barfuß unterwegs. Beeindruckt war sie am Entspannungstag auch von den Wasserstationen. "Aber hier ist alles toll." © Foto: Anett Zimmermann
Anett Zimmermann / 13.07.2019, 09:00 Uhr
Wriezen (MOZ) Sanfte Musik klingt aus den Lautsprechern. Die Sonne lacht, der Wind streicht kaum merklich über die Haut. Herrlich zum Entspannen! Genau das ist an diesem Tag Thema in der Wriezener Awo-Kita "Marie Juchacz". Die 28 Vorschulkinder sind gerade beim Mittagessen. Es gibt Milchnudeln. Für eine Kita ist es überraschend leise im Haus. Aber wohl kein Wunder. Es ist Urlaubszeit und allein in dieser Altersgruppe werden sonst an die 67 Kinder betreut, sagt Erzieherin Annette Siech.

Da ist das Gros der Kinder wieder draußen im Freien und der Lärmpegel entsprechend. Und dennoch wirkt die Szenerie entspannt. Da liegen Strandmatten am Boden, stehen Getränke bereit, gibt es Sinnesstrecken zum Barfußlaufen, aber auch Fußbäder – mit Latschenkiefer und zu Beginn warm – sowie kalt zum Wassertreten nach Sebastian Kneipp.

Quarkmaske und Kopfmassage

Quarkmasken mit Gurkenscheiben oder feuchten Teebeuteln auf den Augen hat es bereits am Vormittag gegeben. Annette Siech muss lachen. "Einige der Kinder haben doch vom Quark genascht", erzählt sie. Und die Teebeutel seien auch nicht so gefragt gewesen wie die Gurkenscheiben. "Die Kinder konnten wählen."

Besonders skeptisch seien einige bei der Kopfmassage gewesen. Zu den Geräten mit den leicht gebogenen Drähten muss man schon etwas Vertrauen haben, auch zu demjenigen, der einem damit etwas Gutes tun will. Und dann verursacht das noch ein meist ungewohntes Kribbeln am ganzen Körper. Massagebälle und -roller lagen ebenfalls bereit.

Die Mädchen und Jungen haben sich den "Entspannungsbereich" zwischen Gebäude und Spielplatz unterdessen längst zurückerobert. Sie sitzen fröhlich am Wasserbassin und lassen ihre Beine ins Latschenkieferwasser baumeln. An den Sinnestrecken bilden sich immer wieder kleine Schlangen, egal ob die aus verschieden geformten Plastiknoppen bestehen oder bunte Stoffe den Inhalt verbergen. An einer Dritten stehen kleine Plastikwannen gefüllt mit Naturmaterialien. "Das Moos piekt ja", stellt einer der Jungen fest, ehe er weiter über Sand, Holzperlen, Kastanien und Kieselsteine läuft. Pieksendes Moos? Es ist offenbar etwas ausgetrocknet.

"Später werden wir noch den Kräutertee probieren", sagt Annette Siech. "Den haben wir aus eigenen Kräutern hergestellt, die hier im Beet wachsen. Aus Melisse und Salbei." Und dann ist es auf einmal ganz still. Die Kinder liegen auf den Matten und eine Traumreise beginnt.

Wandertag zum Wildgehege

Der Entspannungstag ist nur eines der Angebote, die das Team um Kita-Leiter Peter Küster für die Sommerferien vorbereitet hat. In der ersten Woche gab es eine Beachparty. Annette Siech berichtet von Planschbecken und Rasensprengern. "Bei der Hitze genau das Richtige." Passend zum Motto seien Hawaiketten gebastelt worden. Den größten Spaß hätten die Kinder aber gehabt, als sie die Erzieher nass machen durften. In der Vorwoche folgte eine Modenschau. "Mit Laufsteg, Moderator und allem Drum und Dran," blickt Annette Siech zurück und dankt auch den Eltern für die Unterstützung. "Wir hatten um ein cooles Outfit der Kinder gebeten." Demnächst seien noch Pizzabacken und ein Neptunfest vorgesehen.

Etwas spontaner sei am Dienstag ein Wandertag zum Wildgehege zustande gekommen. "Wir sind mit Bollerwagen und Lunchpaketen los und dank der kühleren Temperaturen waren auch recht viele Tiere draußen." Die Führung habe der Vereinsvorsitzende Dr. Wilfried Böttcher übernommen. "Wir Erzieher haben aber gestaunt, dass viele Kinder noch nie im Wildgehege waren."

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