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Sonnenschutz wird oft vernachlässigt

Sonnenschutz
Sonnenschutz © Foto:
UBAESEN / 24.06.2008, 04:52 Uhr
Bernau Pünktlich mit Beginn des Sommers haben sich in unserer Region auch hochsommerliche Temperaturen eingestellt. Ein Sonnenbad kann entspannend und erholsam sein. Leider schadet aber zu viel Sonne unserer Haut. Schuld an Bläschen und Hautrötungen ist die für den Menschen unsichtbare ultraviolette Strahlung, die zwar schön bräunt, aber auch Sonnenbrand und langfristige Hautschäden hervorruft. Hier ein paar Hinweise, wie man sich vor diesen Strahlen schützen kann.

Für einen gewissen Zeitraum kann sich die Haut selbst schützen. Diese Eigenschutzzeit ist die Zeitspanne, in der man sich in der Sonne aufhalten kann, ohne dass es zu Rötungen der Haut kommt. Dieser Schutz ist jedoch bei jedem Menschen anders ausgeprägt: bei blassen Hauttypen sind es nur fünf Minuten, bei dunklen Hauttypen können es dagegen 30 Minuten sein.

Mit Sonnenschutzmittel wie Sonnenmilch, Sonnencreme oder -spray lässt sich der in die Haut eindringende Teil der ultravioletten Strahlen reduzieren. Zu beachten ist dabei der Lichtschutzfaktor (LSF). Er gibt Auskunft darüber, in welchem Maße das Sonnenschutzmittel vor der UV-Strahlung schützt - ein hoher LSF hat auch eine hohe Schutzwirkung, ein niedriger entsprechend eine geringere. Die Angabe zum LSF findet man auf den Produkten.

Aber auch die Sonnenschutzmittel mit einem hohen LSF können die UV-Strahlen nicht vollständig abwehren. Deshalb ist trotzdem Vorsicht geboten. Damit der Schutz wirksam bleibt, muss man sich regelmäßig nachcremen.

Besonders stark gefährdet durch die Sonne sind Kinder. Ihre Haut ist deutlich empfindlicher als die der Erwachsenen. Außerdem ist der Eigenschutz noch nicht vollständig ausgeprägt. Hinzu kommt, dass Kinder mehr Zeit im Freien verbringen als Erwachsene und damit der Sonne länger ausgesetzt sind. Bei ihnen kann jeder Sonnenbrand das Risiko einer späteren Hautkrebserkrankung erhöhen.

Babys und Kleinkinder sollten nur im Schatten liegen oder spielen und nicht den direkten Sonnenstrahlen ausgesetzt werden. Aber auch im Schatten sollten sie durch Kleidung und Sonnenhut geschützt werden. Für den Kinderwagen bewähren sich Sonnenschirme und -segel. Ab dem zweiten Lebensjahr können Kinder für kurze Zeit in die Sonne, aber möglichst nicht in der Mittagszeit. Es sollte mindestens ein Sonnenschutzmittel mit dem LSF 30 angewendet werden. Auch Kinder ab drei Jahren sollten in der Sonne oder beim Spiel am Wasser zumindest mit T-Shirt und Sonnenhut bekleidet sein. Wenn Kinder schon sehr früh den Umgang mit Sonne und Sonnenschutzmittel lernen, werden sie auch später bereit sein, sich und ihre Haut zu schützen.

Der vernünftige und verantwortungsvolle Hautschutz muss zu einer Selbstverständlichkeit werden, so wie es das diesjährige Motto des Aktionstages "Sonnenschutz? - Sonnenklar!" zum Ausdruck bringt.

Für den optimalen Schutz werden von bundesweiten Organisatoren folgende Hinweise gegeben:

l Die Mittagssonne meiden, Aktivitäten im Freien möglichst in den Vormittags- und Nachmittagsstunden.

l Die Haut durch Kleidung schützen, Sonnenhut oder Schirmmütze nicht vergessen.

l Auch Augen brauchen Schutz, Sonnenbrille tragen.

l Bei starker Sonnenstrahlung bevorzugt im Schatten aufhalten.

l Die nicht durch Kleidung bedeckten Hautpartien mit Sonnenschutzmittel schützen.

l Das Sonnenschutzpräparat rechtzeitig auftragen.

l Besonders lichtempfindliche Stellen wie Ohren, Nase, Dekolletee oder Fußrücken nicht vergessen.

l Vollständigen Schutz gibt es nicht.

l Regelmäßig nachcremen.

l Sollte es bei Beachtung dieser Tipps trotzdem zu einer empfindlichen Reaktion kommen, könnte es sich um eine Sonnenallergie oder Kontaktallergie auf einen Inhaltsstoff des Sonnenschutzmittels handeln. Hier hilft der Hautarzt.

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