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Adventsrätsel
MOZ wird unter Pyramiden gedruckt

René Matschkowiak / 07.12.2018, 06:30 Uhr - Aktualisiert 09.12.2018, 11:47
Frankfurt (Oder) (René Matschkowiak) Reporter der Lokalredaktionen Eisenhüttenstadt, Frankfurt, Seelow und Bad Freienwalde sind in der Adventszeit markanten Gebäuden und Ansichten auf der Spur. Wir veröffentlichen jeden Tag ein Bilder-Rätsel und verlosen einen Preis. Heute die Auflösung unseres Rätsels in der Donnerstagausgabe – das Druckhaus der Märkischen Oderzeitung in Frankfurt.

Die gläsernen Pyramiden auf dem Dach des Druckhauses der Märkischen Oderzeitung sind weithin sichtbar. Ansonsten strahlt das Druckhaus eher den Charme eines Industriebaus aus. Weiße Wände, eingebettet in sehenswerter Landschaft an der Insel Ziegenwerder.

2013 waren allerdings einige Menschen froh, dass es diese Pyramiden auf dem Dach gibt. Damals wurde eine der 600 Kilogramm schweren Lichtkuppeln abmontiert und so konnten die alten Druckmaschinen mit Hilfe eines Krans aus der Halle schweben. Moderne Maschinen haben ebenfalls durch die Lichtkuppel ihren Weg ins Innere des Druckhauses gefunden. Seitdem wird die MOZ durchgängig in Farbe gedruckt.

Verbunden ist die große Halle mit einem Übergang zu den Redaktionsräumen. Die getippten Manuskripte, die die Setzer früher abtippten, müssen schon lange nicht mehr von den Redakteuren in die Druckerei gebracht werden. Auch körperlich ist es für die Drucker einfacher geworden. Eine der Bleiplatten, mit denen die Zeitungsseiten bis 1990 hergestellt wurden, wog immerhin 14,5 Kilo. Die Drucker mussten diese Platten jede Nacht zu den Maschinen tragen. Für 50 verschiedene Seiten der Regionalausgaben 50 Druckplatten. Danach hielten anstatt der Bleiplatten nur wenige Gramm schwere Aluminiumplatten Einzug in die Druckerei. Etwa 400 Platten werden für die gesamten Regionalausgaben gebraucht.

Ab 20 Uhr wird täglich die MOZ gedruckt. Den Anfang macht die Regionalausgabe für Eberswalde. Gedruckt wird die Tageszeitung bis etwa 0.30 Uhr. Insgesamt 33 000 Zeitungen verlassen pro Stunde in rasender Geschwindigkeit die Druckmaschinen. Der Andruck ist aber jedes Mal etwas Besonderes, so Drucker André Freihof. Höchste Konzentration ist gefragt. Für jede Seite und Grundfarbe in der Zeitung – Schwaz, Gelb, Blau und Rot – gibt es eine Druckplatte aus Aluminium. Diese müssen zueinander passen, sonst wirken die Bilder unscharf. Eigentlich übernimmt die Ausrichtung die Druckmaschine, manchmal muss man aber auch nachjustieren.

Auf den riesigen Papierrollen sind 16 000 bis 22 000 Meter Papier vorhanden. Für die Produktion der Zeitung werden etwa sechs Rollen pro Nacht verbraucht. Gedruckt wird überwiegend auf umweltfreundlichem Recyclingpapier. Neben der MOZ werden im Druckhaus auch der Märkische Sonntag, der Märkische Markt, die Kinderzeitung Kruschel und andere Publikationen gedruckt. „Zwar ist es besonders für die älteren Kollegen nicht mehr so anstrengend wie früher“, sagt André Freihof. Eine Grundfitness braucht man aber trotzdem, etwa wenn bei Wartungsarbeiten die Druckerwalze gewechselt wird oder die Drucker mit den riesigen Papierrollen hantieren. „Aufgrund der Schnelligkeit der Maschinen muss man auch viel schneller reagieren als früher“, so der erfahrene Drucker.

Unter den Anrufern hatte Los-Glück: Doris Frisch aus Jacobsdorf. Sie erhält einen Kaufland-Gutschein (30 Euro), abzuholen beim Frankfurter MOZ-Empfang in der P.-Feldner-Str. 13.

Ihren Tipp, welches Gebäude wir in dieser Ausgabe suchen, geben Sie heute zwischen 11 und 12 Uhr unter Tel. 03364 403850 oder per E-mail  eisenhuettenstadt-red@moz.de ab.

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