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Im zweiten Anlauf war die Bewerbung der Stadt erfolgreich. Sie richtet das Landesfest 2021 aus und erweitert es auf drei Tage.

Brandenburg-Tag
Bernau hat den Zuschlag

Zwischen Berlin und dem Naturpark Barnim: Bernau gilt als prosperierende Stadt in Brandenburg.
Zwischen Berlin und dem Naturpark Barnim: Bernau gilt als prosperierende Stadt in Brandenburg. © Foto: Wolfgang Raitin
Sabine Rakitin / 17.09.2019, 20:59 Uhr
Bernau (MOZ) Die Meldung ging am Dienstagmittag bereits über den Ticker, da waren Bürgermeister André Stahl (Linke) und seine Mitarbeiter im Rathaus noch ahnungslos. Um so größer war die Freude, als sie die offizielle Pressemitteilung aus Potsdam erhielten: Die Stadt Bernau wird den 17. Brandenburg-Tag im Jahr 2021 ausrichten. Mit der Zuschlagserteilung folgte die Landesregierung der Empfehlung des Kuratoriums Brandenburg-Tag.

Im Juni hatte eine Abordnung aus Bernau mit Bürgermeister André Stahl und seiner Referentin Fanny Behr, Kulturamtsleiter Christian Schwerdtner und der Leiterin der Pressestelle Nancy Kersten die Bewerbung der Stadt vor dem Kuratorium präsentiert.

Vorbereitungen liefen weiter

Anfang Juli kam dann dessen Empfehlung für Bernau als Ausrichter des Brandenburg-Tages 2021. "Seit dem haben wir auf die Entscheidung der Landesregierung gewartet", erklärt Nancy Kersten am Dienstag. Untätig sei das "interne Vorbereitungskomitee", zu dem auch die Geschäftsführerin der BeSt – Bernauer Stadtmarketing GmbH, Franziska Hausding, gehört, in dieser Zeit aber nicht gewesen, setzt die Pressesprecherin des Rathauses hinzu. "Wir haben beispielsweise Kontakt zu Vorgänger-Kommunen wie Hoppegarten und Wittenberge gesucht, um von deren Erfahrungen zu profitieren.""Stadt am Puls der Zeit" – unter diesem Slogan hatte sich Bernau für den Brandenburg-Tag beworben. Die Rechnung ging auf. "Es freut mich, dass wir jetzt Gelegenheit haben, zu zeigen, dass Brandenburg, entgegen der öffentlichen Wahrnehmung, eben nicht nur aus abgehängten Regionen und der Lausitz besteht, sondern auch prosperierende und starke Kommunen hat", sagt Bürgermeister Stahl. Er hofft, dass die Bernauer "selbstbewusst und mit Bürgerstolz" ihre Stadt präsentieren, so dass der Brandenburg-Tag "ein identitätsstiftendes Fest auch für die Bernauer selbst wird".

Bernau sei eine "gute Wahl", erklärte Ministerpräsident Dietmar Woidke am Dienstag. Er freue sich darauf, auf dem Brandenburg-Tag 2021 "den kräftigen Puls dieser selbstbewussten Stadt in unmittelbarer Nähe zu Berlin, aber auch zum Naturpark Barnim zu erleben". Bereits für die Ausrichtung des Landesfestes im vergangenen Jahr hatte sich die Stadt schon einmal beworben, war damals aber leer ausgegangen. Den Zuschlag für den Brandenburg-Tag 2018 erhielt die Stadt Wittenberge. Wie die Staatskanzlei sich jetzt erinnert, habe Bernau damals "eine sehr gelungene und überzeugende" Präsentation abgeliefert, "war aber auch aus Proporzgründen nicht zum Zuge gekommen, da zwei Jahre zuvor mit Hoppegarten bereits ein Ostbrandenburger Ort nahe Berlin Ausrichter des Festes war". Das ist nachträglicher Balsam auf die Seele der erfolgsgewohnten Stadt, die die Absage damals ziemlich wurmte.

200 000 Euro liegen bereit

Nun also kann sich Bernau auf den zweiten Anlauf vorbereiten. Die Stadtverordneten haben in den Etat bereits 200 000 Euro für den Brandenburg-Tag eingestellt. Das dürfte in etwa der Eigenanteil sein, den die Stadt für die Feierlichkeiten in zwei Jahren aufzubringen hat. Mit Gesamtkosten von etwa 600 000 Euro ist nach den Erfahrungen anderer Ausrichter-Kommunen zu rechnen. Ein Drittel der Summe steuert das Land bei, ein weiteres Drittel könnte durch Sponsoren finanziert werden.

Bernau will übrigens das  Landesfest, das bislang immer an zwei Tagen gefeiert wurde, auf drei Tage ausweiten. Zum Auftakt am Freitag soll es ein großes Konzert im dann fertigen Panke-Park geben.

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