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Verfechter für bezahlbares Wohnen

Führen den Mieterverein: Jürgen Milling, seit 2002 Vorsitzender, und Gründungsmitglied Alfred Wendt mit Bürgermeister Wolfgang Krakow (v. l.).
Führen den Mieterverein: Jürgen Milling, seit 2002 Vorsitzender, und Gründungsmitglied Alfred Wendt mit Bürgermeister Wolfgang Krakow (v. l.). © Foto: MOZ/Daniela Windolff
Daniela Windolff / 17.06.2016, 06:20 Uhr
Angermünde (MOZ) Der Mieterverein Uckermark begeht in diesem Jahr ein Jubiläum. Vor 25 Jahren, 1991, wurde der Verein in Angermünde gegründet. Damals mit dem Anliegen, Mietern und Vermietern, zu helfen, sich mit dem neuen bundesdeutschen Mietrecht, das so kurz nach der Wende für Bürger im Osten Deutschlands absolutes Neuland war, besser zurechtzufinden, Rechtssicherheit zu vermitteln, Konflikte zu lösen und Ansprechpartner vor Ort bei Fragen und Problemen zu sein. Der Verein in Angermünde konnte auf die Unterstützung und Beratung des starken Deutschen Mieterbundes als Dachverband bauen, der vor allem Schulungen für die aktiven Vorstandsmitglieder anbot. In dem Vierteljahrhundert seines Bestehens hat sich der Mieterverein Uckermark in der Region Angermünde durch Höhen und Tiefen gekämpft und vielen Mietern bei Problemen zur Seite gestanden sowie sich für eine sozial gerechte Mietpolitik stark gemacht.

In den Jahren leistete der Vorstand Tausende Stunden ehrenamtliche Arbeit für den Verein, vor allem durch Beratungen in Sprechstunden und Vor-Ort-Terminen sowie Schulungen und Weiterbildungen. Allein im vergangenen Jahr verbuchen die Aktiven 1000 unentgeltliche Stunden. An den Schwerpunkten der Arbeit des Mietervereins für Angermünde und Umgebung hat sich in den zweieinhalb Jahrzehnten wenig geändert. Zu den häufigsten Problemen, um die er sich kümmert, zählen Wohnungsmängel, Fragen zu Betriebskostenabrechnungen, Mietminderungen, Wohnungsübergaben oder Wohnraumaufmessungen. Doch auch politisch verschaffte sich der Mieterverein immer wieder Gehör. 1998 sorgt der Heizkostenprozess in Angermünde für Mieter der BWG-Wohnungen in der Templiner und Prenzlauer Straße für Aufsehen und wird in den nächsten Jahren zu einem Hauptthema des Mietervereins. Weitere Probleme sind der Wohnungsleerstand und der Abriss von Wohnblöcken in der Weststadt. Der Mieterverein arbeitet 2004 an der Erstellung eines qualifizierten Mietspiegels mit und setzt sich für dessen Fortsetzung 2012 ein.

Zu den schwierigsten Problemen gehörte in den vergangenen Jahren der Verkauf der kommunalen Wohnungsgesellschaft BWG, die Insolvenz und die damit verbundene Verunsicherung vieler Mieter. Inzwischen rücken neue Themen in den Fokus wie der Bedarf an altersgerechten Wohnungen sowie an kleinen, bezahlbaren Wohnungen.

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