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Genossenschaft bekennt Farbe

Bunter Hingucker: Den Giebel des Wohnblocks Prenzlauer Straße/ Ecke Krötenberg ziert ein großes Wandbild.
Bunter Hingucker: Den Giebel des Wohnblocks Prenzlauer Straße/ Ecke Krötenberg ziert ein großes Wandbild. © Foto: MOZ/Daniela Windolff
Daniela Windolff / 01.02.2017, 07:00 Uhr
Angermünde (MOZ) Die gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft GWG Angermünde bekennt Farbe. In der Prenzlauer Straße verwandelte sie einen hässlichen grauen Wohnblock in einen bunten, attraktiven Blickfang, in dem sich die Mieter rundum wohlfühlen können.

Mit knapp 190 Wohnungen ist die Genossenschaft GWG Angermünde ein relativ kleines Wohnungsunternehmen. Jede Investition muss wohl überlegt und kalkuliert werden.

Dennoch ist die Handschrift der GWG im Stadtbild nicht mehr zu übersehen. Ob es das sanierte denkmalgeschützte Mehrfamilienhaus im Hohen Steinweg, Ecke Kirchgasse und der Neubau in der alten Häuserzeile der Berliner Straße ist, mit der sich die Genossenschaft vor einigen Jahren im historischen Stadtkern niederließ, das große weiße Bürgerhaus mit restaurierter Stuckfassade in der Prenzlauer Straße , das auch Sitz der Verwaltung ist, oder die bei Mietern sehr beliebten Wohnblocks am Krötenberg. Hier hat die Genossenschaft übrigens gut die Hälfte ihres Wohnungsbestandes.

Jetzt zieht ein weiterer Farbtupfer die Blicke auf sich: In der Prenzlauer Straße, Ecke Krötenberg, erstrahlt ein vormals grauer Block mit bröckelndem Putz und Balkons, von denen die Farbe abblätterte, in neuem Glanz. Die Hälfte der Wohnungen standen leer.

Die GWG hatte das Wohnhaus 2015 aus dem Bestand der insolventen BWG-Nachfolger erworben und im vergangenen Jahr komplett saniert. Von der Elektroanlage über Fenster, Türen, Hausflure, Balkone, Küchen, Bäder bis zur Fassade wurde alles erneuert und modernisiert. Beide Aufgänge erhielten je eine separate Gaszentralheizung, wodurch die alten Gasthermen in den Küchen verschwanden. Die Gasherde wurden durch moderne Elektroherde ersetzt. Durch den Abriss der alten Schornsteine konnten günstigere Badzuschnitte geschaffen werden.

Die Sanierungsarbeiten wurden zeitversetzt aufgangsweise durchgeführt. "Für die darin noch verbliebenen Mieter war die Bauphase eine enorme Belastung, richtig Stress, aber sie haben es mitgetragen", erzählt der Vorstandsvorsitzende Klaus Schwarz. "Auch die Mieterhöhung nach der Sanierung haben sie voll akzeptiert. Der Wohnkomfort hat sich deutlich verbessert und das Haus ist attraktiver geworden." Die freien Wohnungen waren schon neu vermietet, als die Sanierung gerade erst begonnen hatte.

Als i-Tüpfelchen erhielt das Haus nicht nur eine neue, farbenfrohe Fassade. Den Giebel zur Prenzlauer Straße hin schmückt nun auch ein großes Wandbild mit lebensnahen Motiven. Auch das Wohnumfeld wird attraktiver gestaltet.

Nach der Großinvestition der letzten zwei Jahre backt die Genossenschaft jetzt mal wieder kleinere Brötchen. "2017 richten wir den Fokus auf Wertherhaltung und Reparaturen", erklärt Klaus Schwarz. Am Krötenberg 2 bis 12 soll die Fassade gereinigt und neu gestrichen werden, die sich auf der sonnenabgewandten Seite dunkel verfärbt hat. Auch die Fassade der Prenzlauer Straße 14-16 wird erneuert. Darüber hinaus sind immer wieder kleine Reparaturen notwendig, vom Treppenflurlicht bis zur klemmenden Haustür.

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