Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Ein Mieterverein für die Uckermark

Daniela Windolff / 02.06.2017, 06:00 Uhr
Angermünde (MOZ) Der Mieterverein Uckermark für die Region Angermünde fusioniert mit dem Prenzlauer Mieterverein zu einem gemeinsamen Verbund für den gesamten Landkreis. Für die Mieter bleiben Ansprechpartner vor Ort erhalten.

Der Mieterverein Uckermark wird künftig das, was der Name suggeriert, ein vereinter Interessenvertreter der Mieter im gesamten Landkreis Uckermark. Der Mieterverein für die Region Angermünde, der sich 1991 Mieterverein Uckermark nannte, fusioniert mit dem Verein Prenzlau/Templin und nimmt den Namen "Uckermark" mit. "Wir heißen nach der Verschmelzung beider Vereine künftig Mieterverein Prenzlau/Uckermark und werden auch im neuen Vorstand gleichberechtigt vertreten sein", betont Jens Schröder, Vorsitzender des Mietervereins Prenzlau. Am Donnerstag hat die Angermünder Mitgliederversammlung die Fusion beschlossen. Der Grundstein dieses Zusammengehens wurde bereits vor einem Jahr gelegt. Seitdem laufen die Vorbereitungen für die Verschmelzung beider Vereine auf Augenhöhe, versichert auch der Angermünder Vorsitzende Jürgen Milling. "Wir hatten schon vorher eine gute Zusammenarbeit mit den Prenzlauern und durch unsere eigene Mitgestaltung der Fusion sicher die bessere Lösung gefunden als der Schwedter Verein, der sich selbst aufgelöst hatte. Unsere Mitglieder konnten den Prozess aktiv mitbestimmen und Gedanken und Wünsche in die vertragliche Gestaltung einfließen lassen", erklärt Alfred Wendt, Stellvertreter im Angermünder Verein. Für den Angermünder Vorstand war es keine einfache Entscheidung, jedoch die beste und logische Konsequenz angesichts der Altersstruktur und nicht zuletzt der wachsenden Aufgaben und politischen Lobbyarbeit, die der Mieterverein leistet. Alfred Wendt engagiert sich seit der Gründung des Mietervereins Uckermark in Angermünde vor 26 Jahren im Vorstand. Inzwischen geht er auf die 83 Jahre zu. Auch Jürgen Milling sowie zwei weitere Vorstandsmitglieder haben die 75 überschritten. Die Arbeit, die sie leisten, ist oft erst sichtbar, wenn Mieter mit Problemen in die Sprechstunden kommen und sich beraten und helfen lassen, zum Beispiel bei Fragen zur Betriebskostenabrechnung bei Mieterhöhungen, bei Wohnungsmängeln. Dazu gehören die regelmäßigen Sprechstunden ebenso wie kurzfristige Hilfen bei Problemen, Schulungen, Landesvorstandssitzungen und regelmäßige Treffen mit anderen Mietervereinen. Durch den Zusammenschluss mit Prenzlau könne man Synergieeffekte nutzen und die Arbeit effektiver und wirksamer gestalten. Andreas Brandt vom Vorstand des Prenzlauer Vereins und zugleich Fachanwalt für Mietrecht, kennt aus der jahrelangen Zusammenarbeit die besonderen Probleme in Angermünde, u. a. nach der BWG-Privatisierung. "Neben der rechtlichen Beratung der Mieter steht auch die politische Lobbyarbeit im Vordergrund, zum Beispiel wenn es um das Erstellen von Mietspiegeln oder die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und sozialem Wohnungsbau geht, ein Problem, das nicht nur Angermünde kennt. Der Mieterverein ist sozusagen die Gewerkschaft der Mieter." Die Sprechstunden in Angermünde werden weiterhin abgesichert. Für die Angermünder hat die Beitragshöhe Bestandsschutz. Die Prenzlauer Mitgliederversammlung stimmt am 16. Juni über die Fusion ab und wählt ihre Mitglieder für den gemeinsamen Vorstand.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG