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Wohnbauten Angermünde Land GmbH erwirbt auch in der Kernstadt Immobilien

Umzug
Für bezahlbare Wohnungen

Neuer Firmensitz: Die Wohnbauten Angermünde Land kündigt bereits ihren Umzug in das historische Gebäude Berliner Straße 73 an.
Neuer Firmensitz: Die Wohnbauten Angermünde Land kündigt bereits ihren Umzug in das historische Gebäude Berliner Straße 73 an. © Foto: MOZ/Daniela Windolff
Daniela Windolff / 19.12.2017, 06:00 Uhr
Angermünde (MOZ) Die kommunale Wohnungsgesellschaft "Wohnbauten Angermünde Land GmbH", die ursprünglich nur in den Ortsteilen tätig war, fasst zunehmend auch Fuß in der Kernstadt und erwirbt hier Immobilien. Ein Schwerpunkt bleibt der sozialverträgliche Wohnungsbau.

Ein großes Schild über dem Eingang verrät es bereits: die Wohnbauten Angermünde Land zieht um. Ab Mitte Januar ist die Verwaltung der kommunalen Wohnungsgesellschaft in der Berliner Straße 73 zu finden, alten Angermündern auch als ehemalige "Siebenstufen-Bar" bekannt. Damit verbessern sich nicht nur die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter, die derzeit in einer engen Baracke in der Oderberger Straße untergebracht sind. Der neue Firmensitz in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof ist auch zentraler und attraktiver gelegen.

Dazu gibt es ein neues Firmenlogo, das Geschäftsführer Peter Achterberg gemeinsam mit seinen Mitarbeitern entworfen hat. "Wir wollen uns moderner aufstellen und sichtbar in der Stadt präsent sein", erklärt Peter Achterberg. Das Haus in der Berliner Straße ist eine der Immobilien, die die Gesellschaft in jüngster Zeit in der Kernstadt Angermünde erworben hat.

Das Wohnungsunternehmen, das bis zu dessen Auflösung im Zuge der Gemeindegebietsreform zum Amt Angermünde Land gehörte und bis heute hauptsächlich Wohnungen in den Ortsteilen vermietet und verwaltet, will sich auch in der Stadt stärker engagieren. Seit der Privatisierung der städtischen Bau- und Wohnungsgesellschaft BWG ist die Wohnbauten Angermünde Land GmbH die einzige kommunale Wohnungsgesellschaft und verwaltet als Dienstleister die städtischen Liegenschaften.

360 Wohnungen, vorrangig in den Dörfern rund um Angermünde, gehören zum eigenen Bestand. In der Stadt Angermünde hat die Wohnbauten GmbH inzwischen einen Wohnblock in der Prenzlauer Straße erworben und saniert sowie in der Stadtrandsiedlung ein Doppelhaus in der Heinrichstraße 10 gekauft, das derzeit für vier Wohnungen inklusive Dachgeschoss ausgebaut und mit neuer Heizung, Wärmedämmung und hochwertigen Bädern sowie auf Wunsch eines Mieters sogar mit einem Kaminofen modernisiert wird. "Wir gehen gern auf Sonderwünsche unserer Mieter ein. Etwas Besseres kann einem Vermieter doch gar nicht passieren, als dass sich die Bewohner mit ihren Wohnungen identifizieren, als wäre es ihr Eigentum", sagt Peter Achterberg. Wohnungen sind auch im Obergeschoss des künftigen Verwaltungssitzes Berliner Straße 73 vorgesehen. Das Nutzungskonzept für das gesamte Gebäude wird derzeit noch mit dem Aufsichtsrat abgestimmt. Die Fassade ist bereits renoviert worden und trägt schon das neue Firmenschild samt Logo. Interesse hat die Gesellschaft auch am Erwerb eines großen, leerstehenden Gebäudes in der Brüderstraße, um es als Wohnhaus zu sanieren. Die Verhandlungen sind allerdings noch nicht in Sack und Tüten.

"Unsere Strategie setzt auch künftig auf sozialverträglichen Wohnungsbau. Das ist eine kommunale Aufgabe, der man sich stellen sollte, hier ist das Angermünder Abgeordnetenhaus gefragt", meint der Geschäftsführer.

Soziale Verantwortung hat sein Unternehmen auch in anderer Hinsicht bewiesen. In den vergangenen Jahren wurden viele Wohnungen in den Ortsteilen an Flüchtlinge vermietet, um die sich die Gesellschaft nicht nur als Vermieter kümmert. "Wir haben einen intensiven Integrationsprozess durchlaufen und sind froh, dass wir nicht allzu große Schwierigkeiten hatten. Das erforderte ein hohes Maß an persönlichem Engagement aller Mitarbeiter", betont Achterberg. "Wir wollen aber eine große Konzentration von Flüchtlingen an einem Ort vermeiden, damit sie sich besser in die Dorfgemeinschaft integrieren können. In Wolletz ist das schon ganz gut gelungen und die Fluktuation gering."

Nicht zuletzt konnte die Gesellschaft durch den Flüchtlingszuzug ihren Leerstand verringern, der derzeit bei rund 5 Prozent liegt. Auch durch weitere Modernisierungen will Peter Achterberg seinen Wohnungsbestand attraktiver machen. Über 200 000 Euro sind dieses Jahr investiert worden, vor allem in Wilmersdorf. 2018 sollen die Wohnblöcke in Kerkow und Schmargendorf modernisiert werden, unter anderem Dächer und Wärmedämmung.

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