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Haushalt lässt 2019 mehr Ausgaben für zahlreiche Baumaßnahmen in der Innenstadt und Ortsteilen zu

Stadthaushalt 2019
Ein gutes Jahr für Investitionen

Ausgegraben: An der historisch wertvollen Burgruine in Greiffenberg haben Archäologen Fundamentreste freigelegt. In diesem Jahr soll die Sanierung der Ruine beginnen, um sie künftig touristisch für Führungen und Veranstaltungen nutzen zu können.
Ausgegraben: An der historisch wertvollen Burgruine in Greiffenberg haben Archäologen Fundamentreste freigelegt. In diesem Jahr soll die Sanierung der Ruine beginnen, um sie künftig touristisch für Führungen und Veranstaltungen nutzen zu können. © Foto: Daniela Windolff
Daniela Windolff / 14.01.2019, 21:15 Uhr - Aktualisiert 15.01.2019, 13:07
Angermünde (MOZ) Im Haushalt der Stadt Angermünde für 2019 sind rund 5 Millionen Euro für Investitionen eingeplant. Zu den größten Brocken gehören das neue Museum, das Strandbad, die Entwicklung der Schulstandorte und Straßenbau.

Die harten Zeiten, da Angermünde den Gürtel so eng schnallen musste, dass kaum mehr Luft zum Atmen blieb, sind erst einmal vorbei.  Das Loch in der Stadtkasse, das vor allem auch durch die horrenden Belastungen durch die Bürgschaften für die privatisierte und insolvente Wohnungsgesellschaft BWG über Jahre klaffte, ist weitestgehend gestopft. Die Kassen füllen sich wieder, auch dank gestiegener Schlüsselzuweisungen, Steuereinnahmen und sinkender Kreisumlage. Es bleibt Geld übrig für eine Reihe teils großer Baumaßnahmen in der Kernstadt und in den Ortsteilen. Und das, obwohl die investiven Schlüsselmaßnahmen des Landes seit Jahren rückläufig sind. 2012 bekam Angermünde noch über eine Million Euro vom Land für Investitionen. 2018 flossen nur noch rund 400 000 Euro, ab 2019 sind 296 400 Euro geplant. Damit lassen sich keine Luftsprünge machen, doch einige wichtige Investitionen können in diesem Jahr umgesetzt werden. Priorität haben Investitionen, die gefördert werden.

Zu den größten Projekten gehört die Fertigstellung des neuen Museums, das Ende des Jahres eröffnet werden soll. Rund 750 000 Euro sind dafür 2019  für die Sanierung des Gebäudes im Hohen Steinweg 17/18, die Inneneinrichtung sowie die Gestaltung der Außenanlagen eingeplant, davon werden rund 500 000 Euro gefördert. Zu den großen Förderprojekten gehören außerdem die Sicherung und Sanierung der Burgruine Greiffenberg, die 2019 startet. Dafür sind 424 000 Euro eingeplant, 318 000 Euro werden gefördert. Auch die Sanierung des Stolper Turms ist für 2019 mit insgesamt 321 800 Euro im Haushalt eingeplant, von denen 241 000 gefördert werden. Zu den großen Investitionen gehören zudem die Entwicklung des Eckhauses Brüderstraße 18, einer der letzten großen Brocken der Stadtsanierung, sowie die Erneuerung der Steganlage im Strandbad Wolletzsee. Knapp eine halbe Million Euro stellte die Stadtverwaltung außerdem für die Entwicklung von künftigen Baugebieten, vor allem für den Eigenheimbau, in den Haushaltsplan ein.

Mit insgesamt über 700 000 Euro sollen die Schulstandorte der Bruhn- und Puschkinschule modernisiert und besser ausgestattet werden. In beiden Schulen soll WLAN eingerichtet werden. Allein in den Umbau der Turnhalle der Puschkinschule sind 477 700 Euro eingeplant. Zudem sollen Klassenräume renoviert und eine Digitaltafel sowie 15 Laptops angeschafft werden. Für 200 000 Euro will die Stadt den Schulstandort der Bruhnschule entwickeln, der vor allem erweitert werden muss, um den Anforderungen einer Schule des gemeinsamen Lernens noch gerecht zu werden und die steigenden Schülerzahlen aufnehmen zu können. Der im Schulhaus integrierte Hort Abenteuerland soll erweitert werden und bekommt neue Ausstattungen für Schließfächer, Garderobe, Computer und Experimentierkästen. Der Hort am Mündesee auf dem Schulgelände der Puschkinschule wird mit Möbeln  und Sonnensegel neu ausgestattet.

Ein großer Kostenfaktor für die Stadt ist der Straßenbau. Hierfür sind insgesamt über eine Million Euro für 2019 eingeplant, davon 744 000  Euro Eigenanteile der Stadt. So soll die Straße nach Zuchenberg grundhaft erneuert werden, wofür allein schon 348 000 Euro eingeplant sind. Über den Schmidtgraben in Biesenbrow soll die Brücke erneuert werden. Auch die Fußgängerbrücke an der Mündeseepromenade und am Mündeseerundweg an der Pflaumenplantage müssen erneuert werden. Geplant ist 2019 außerdem der Ausbau der Joachimsthaler und der Ehm Welk-Straße sowie der Alten Templiner Landstraße.

Geld für die Ortsteile

■ Die Ortsteile erhalten in diesem Jahr 15 Euro pro Kopf an Verfügungsmitteln, insgesamt 90 100 Euro.

■ 20 200 Euro sind 2019 für Miet- und Betriebskosten der Dorfgemeinschaftshäuser eingeplant.

■ Das Feuerwehrgerätehaus in Wilmersdorf wird erneuert. Gesamtkosten: 150 000 Euro.

■ Für die Kitas in Frauenhagen, Greiffenberg, Kerkow und Neukünkendorf sind insgesamt rund 100 000 Euro für Umbau und Ausstattung eingeplant.

■ Für den Bahnhofsvorplatz in Wilmersdorf werden 30 000 Euro eingeplant.

■ Für die Errichtung und Ausstattung des Dorfgemeinschaftshauses Wolletz sind rund 230 000 Euro eingeplant. Insgesamt werden 237 000 Euro für Ausstattungen in Dorfgemeinschaftshäusern in Frauenhagen (Küche), Biesenbrow, Altkünkendorf, Wolletz und Kerkow investiert und 6000 Euro für mobile Tanzflächen in Ortsteilen vorgesehen.

■ In Stolpe-Linde wird die Straßenbeleuchtung erneuert.

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