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Chefdirigent Howard Griffiths beim Klassikfestival in Chorin mit stehenden Ovationen verabschiedet

Verabschiedung
Englisches Finale

Die obligatorischen Blumen zum Konzertende: Diesmal überreicht von Norman Reichelt, Vorsitzender des Musiksommervereins. Auch von Klosterchefin Franziska Siedler gab es für Howard Griffiths zum Abschied ein kleines Präsent.
Die obligatorischen Blumen zum Konzertende: Diesmal überreicht von Norman Reichelt, Vorsitzender des Musiksommervereins. Auch von Klosterchefin Franziska Siedler gab es für Howard Griffiths zum Abschied ein kleines Präsent. © Foto: Andreas Mross
Viola Petersson / 20.08.2018, 23:00 Uhr - Aktualisiert 21.08.2018, 08:27
Chorin (MOZ) Eigentlich geht der Choriner Musiksommer 2018 erst am kommenden Wochenende zu Ende. Mit dem großen Abschlusskonzert. Ein Finale aber gab es schon am vergangenen Sonntag. Am Abend hat sich nach einem Doppel-Konzert Howard Griffiths, Generalmusikdirektor und Chefdirigent des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt (Oder), verabschiedet. Dies war seine ultimativ letzte Vorstellung, nachdem er zuvor schon andernorts „Good-bye“ gesagt hatte und geehrt worden war. Und auch im Kloster feierten ihn –  im Beisein seiner Frau Semra und seiner Tochter – Publikum wie Veranstalter mit stehenden Ovationen, mit Bravo-Rufen und Jubel.

Für das Abschiedskonzert hatte der 68-Jährige – trotz Brexits, wie er eingangs mit dem ihm eigenen britischen Humor betonte – musikalische Liebesgrüße aus seiner Heimat mitgebracht: Werke von Vaughan Williams und Edgar Elgar sowie die Sinfonie Nr. 8 von Antonin Dvorak, auch als die „Englische“ bekannt. Doch bevor Griffiths ein letztes Mal den Taktstock hob, trat Martin Gorholt ans Pult. Der Chef der brandenburgischen Staatskanzlei sprach über die besondere Beziehung des Choriner Musiksommers, der mit seiner Tradition „etwas Unerschütterliches“ habe, und der Frankfurter. 1967, drei Jahre nach der „Geburt“ des Musiksommers, gaben die Frankfurter ihr Debüt in Chorin. Seit 1973 seien sie ständiger Gast, gehören zu den Stammorchestern. Und seit 2007 werden sie von Griffiths geleitet. Der nicht nur dank seiner „Entainerqualitäten“ große Erfolge im Kloster feierte, so Gorholt. Der Brite habe sich gleichermaßen um den Nachwuchs verdient gemacht. Mit „Education-Projekten“ wie der Hexen-Trilogie.

In der Tat: Die Verbindung Griffiths – Chorin ist eine sehr spezielle. Im Kloster gab der Brite 2007, noch vor dem Beginn der offiziellen Spielzeit mit den Frankfurtern  sein erstes Konzert. Unter anderem mit dem „Sommernachtstraum“ von Mendelssohn Bartholdy. Nun also der Abschluss. Und das Kompliment an den Gastgeber: Chorin sei ein „toller Ort“, ein Ort „mit Magie“. Es gebe viele Open-Air-Konzertsäle. Das Kloster gehöre dank seiner Einmaligkeit, der Einbettung in Natur und mit der Architektur für ihn unbedingt zu den „Top Ten“. Der Maestro dankte Publikum, Orchester und Musiksommer-Verein für „elf Jahre toller Zusammenarbeit“. Eine Zusammenarbeit, die aber keineswegs zu Ende sein muss.

Wie Vereinsvorsitzender Norman Reichelt verriet, sei Griffiths für 2020 angefragt worden. Und er habe bereits signalisiert, die Einladung anzunehmen. Er komme gern wieder, ließ der Brite die begeisterten Klassikfans nach der Zugabe wissen (siehe auch Seite 20).(vp)

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