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Stadthofft auf schnelle Stellenbesetzung

Waldbad
Auf zur Wriezener Badewanne

Mit einem Eis auf der Hand: Gertraude Will besucht gern und fast täglich das Wriezener Waldbad. Das etwa 8300 Quadratmeter große und maximal 3,5 Meter tiefe Becken wurde künstlich angelegt, hat aber einen Zulauf vom Malzmühlenfließ und entsprechend auch einen Abfluss.
Mit einem Eis auf der Hand: Gertraude Will besucht gern und fast täglich das Wriezener Waldbad. Das etwa 8300 Quadratmeter große und maximal 3,5 Meter tiefe Becken wurde künstlich angelegt, hat aber einen Zulauf vom Malzmühlenfließ und entsprechend auch einen Abfluss. © Foto: Anett Zimmermann
Anett Zimmermann / 18.07.2018, 06:00 Uhr
Wriezen (MOZ) Sonne, Strand und mehr – das können Ferienkinder, Urlauber und Daheimgebliebene auch im Wriezener Waldbad haben. Seit Monatsbeginn steht dort zudem immer wieder ein Imbisswagen.

Auf eine gute Wasserqualität und eine Sichttiefe von einem Meter verweist Angelika Kerstenski, Kämmerin und Fachbereichsleiterin I in der Wriezener Stadtverwaltung. Das Waldbad gehört mit in ihren Verantwortungsbereich erklärt sie am Dienstag gegenüber dieser Zeitung.

„Mikrobiologisch nicht zu beanstanden“ und sogar „Ausgezeichnete Badegewässerqualität“ wird dem Waldbad auf den Internetseiten des Landes Brandenburg zum Thema Badestellen bescheinigt. Dort sind auch die einzelnen Werte der Untersuchungen der Mitarbeiter aus dem Gesundheitsamt des Landkreises Märkisch-Oderland nachzulesen. Die nächste Überprüfung sei in der kommenden Woche vorgesehen, kündigt Katharina Kaiser an.

Zur Halbzeitbilanz der Badesaison 2018 freut sich Angelika Kerstenski unterdessen aber auch darüber, dass das Waldbad angesichts des sommerlichen Wetters schon vor den großen Ferien von Kindertagesstätten und Schulen gut genutzt worden ist. Das beziehe sich nicht nur auf Wriezener Einrichtungen, sondern ebenfalls auf Nachbarn zum Beispiel aus dem Bereich des Amtes Barnim-Oderbruch.

Genaue Besucherzahlen liegen zwar nicht vor. Nach Einschätzung der zurzeit zwei Badewarte hätten an den bisher heißesten Tagen aber an die 400 bis 500 Gäste das Waldbad besucht. Noch bis zum Freitag läuft, führt Angelika Kerstenski weiter aus, die Bewerbungsfrist auf die nach einem Weggang neu ausgeschriebene Stelle eines Gemeindearbeiters und Rettungsschwimmers in der Stadt.

Zehn Bewerbungen würden bereits vorliegen. Die Befähigung als Rettungsschwimmer sollte möglichst schon mitgebracht werden, sagt die Kämmerin und hofft, dass der oder die Neue schnell anfangen und damit dazu beitragen kann, die aktuelle und noch bis Mitte September laufende Badesaison im Waldbad abzusichern.

Dort ist fast jeden Tag auch Gertraude Will anzutreffen. Sie lebt und arbeitet in Wriezen. „Ich komme meist, sobald ich Feierabend habe“, berichtet die Frau und weiß um zahlreiche andere Stammgäste. Sie selbst hebt die guten Parkmöglichkeiten hervor. „Das Waldbad ist eine wirklich schöne Sache“, sagt sie. Auch dass dort inzwischen je nach Wetter wieder ein Imbisswagen steht, findet sie gut. Die Mitarbeiter des Softeis-Sprinters aus Bad Freienwalde haben ebenfalls Getränke und Bockwürste an Bord. „Manchmal sind wir an Wochenenden aber für Volksfeste verpflichtet worden“, bittet die junge Verkäuferin an diesem Tag um Nachsicht, wenn der Wagen mal nicht ins Waldbad kommen sollte.

Ein Familienvater, der seinen Namen nicht nennen möchte, wünscht sich unterdessen, dass noch mehr Einheimische und allen voran die Wriezener das Waldbad entdecken. Dabei handele es sich nämlich nicht um ein stehendes Gewässer. „Hier geht das Malzmühlenfließ durch und das wiederum sorgt für eine gute Wasserqualität“, sagt er. Das würden viele Leute aber nicht wissen und im schlimmsten Falle den eigenen Kindern einen Besuch im Waldbad sogar untersagen. „Dabei brauchen sie hier keinen Eintritt zu bezahlen und gibt es während der Öffnungszeiten auch immer einen Rettungsschwimmer.“

Aussuchen können sich Badegäste zudem, ob sie sich lieber auf dem Sandstrand oder der großzügigen Liegewiese niederlassen möchten. Es gibt ein Klettergerüst und im Nichtschwimmerbereich eine Rutsche. Junge Schwimmer haben bei Sprüngen vom Steg ihren Spaß. Tischtennis oder Volleyball kann unter anderem auch gespielt werden.

Das Waldbad ist über Altgaul oder den Rondeeler Weg zu erreichen. Es hat Dienstag bis Sonntag jeweils 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Badestellen

■ Mitarbeiter aus dem Gesundheitsamt des Landkreises Märkisch-Oderland überprüfen regelmäßig insgesamt 51 Badestellen.

■ Dazu gehören unter anderem der Gamensee (Kruge/Gersdorf), der Langen See (Leuenberg), der Große See (Harnekop), der Sternebecker See, der Bruchsee (Schiffmühle), der Dornbuschsee (Bralitz), der Döbbelinsee (Neuenhagen), der Große Krebssee (Hohenwutzen) und der Kleine Krebssee (Altglietzen).

■ In der aktuellen Kurzbewertung heißt es zu diesen Gewässern wie schon in den beiden Vormonaten: „Baden möglich“.

■ Weitere Informationen zu Badestellen und zum Thema „Badegewässer“ sind im Internet unter badestellen.brandenburg.de/home/-/bereich/liste und mdjev.brandenburg.de zu finden.

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