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Maik Schneider vom Gesundheitsamt des Landkreises nimmt Wasserproben an den Seen

Badegewässer
Mit Greifarm und Kühlbox ins Bad

Anett Zimmermann / 25.07.2018, 06:00 Uhr
Wriezen (MOZ) Wriezen. Vier sogenannte EG-Gewässer stehen am Dienstag auf der Liste von Maik Schneider, darunter das Wriezener Waldbad. Er ist Fachkraft für Hygieneüberwachung im Gesundheitsamt des Landkreises Märkisch-Oderland und überprüft unter anderem die Qualität der Badegewässer.

„Gibt es Bedenken?“, fragt Mathias Luther, als er an diesem Vormittag auf den Steg des Wriezener Waldbads kommt. Maik Schneider hat da per Greifarm und Kunststoffflasche bereits eine Wasserprobe genommen und in der mitgebrachten Kühlbox verstaut. „Auf den ersten und zweiten Blick nicht“, antwortet der Mitarbeiter im Gesundheitsamt des Landkreises und geht davon aus, dass das Labor, in dem die Probe auf Krankheitserreger (Bakterien) untersucht wird, die bisherigen Ergebnisse bestätigen wird. Einen Ausdruck davon hat Schneider dabei und wird ihn kurz darauf an der Infotafel anbringen, wo bereits das Schild mit drei Sternen über einem Schwimmer auf die ausgezeichnete Wasserqualität im Waldbad hinweist.

Gemessen hat er auch schon die Wassertemperatur – 23,6 Grad Celsius. Und die Lufttemperatur – 19,4 Grad Celsius. Doch die Sonne drückt bereits. Es wird wieder ein heißer Tag werden.

Mathias Luther fährt morgens gern von Bliesdorf mit dem Fahrrad zum Waldbad. „Wenn ich hier bin täglich“, sagt er, der Regisseur ist und mit seiner Familie sonst in Berlin wohnt. Das Waldbad sei nicht das schönste Gewässer, aber zu Bliesdorf nun mal das nächste. Als schönstes bezeichnet er den Schlosssee in Reichenow. Auch der Buckower Schermützelsee sei toll. „Aber der ist ein bisschen weit für so früh“, erklärt Luther. „Vielleicht fahre ich da später noch mit meinen Mädels hin“, fügt er hinzu und meint seine Frau und Tochter.

Den Schermützelsee wird auch Maik Schneider an diesem Tag noch anfahren – nach dem Klostersee in Altfriedland und vor dem Großen Däbersee in Waldsieversdorf. Sie gehören zu den EG-Badegewässern in Märkisch-Oderland. Für 17 solcher Gewässer im Landkreis ist Schneider mit sieben Kollegen des Gesundheitsamtes zuständig. Hinzu kommen die lokalen Gewässer, die ebenfalls untersucht werden. Der 28-Jährige ist deshalb in 14 Tagen zu einer nächsten Proben-Tour unterwegs – zum Großen See (Harnekop), Schlosssee (Reichenow), Sternebecker See (Sternebeck), Gamensee (Kruge/Gersdorf), Langen See (Leuenberg), Großen Tornowsee (Pritzhagen) und zu einem weiteren Langen See (Garzau-Garzin).

Insgesamt gibt es 51 offizielle Badestellen in Märkisch-Oderland, die durch Mitarbeiter des Gesundheitsamts überprüft werden. Um die Wasserqualität dort müsse man sich zurzeit keine Sorgen machen, macht Maik Schneider deutlich. Die schwarz-weiße Secci-Scheibe – benannt nach dem Erfinder der Messmethode Angelo Secchi – war zwischendurch ebenfalls im Wasser. Mathias Luther tippt auf 1,20 Meter. Maik Schneider nickt anerkennend. Das stimmt. Mindestens ein Meter sei gefordert, sagt er.

Am 14. August und 4. September wird Maik Schneider übrigens noch einmal ins Waldbad kommen. Die Badesaison endet offiziell am 15. September. Bis dahin wird das Waldbad dann sechsmal überprüft worden sein.

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