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Stadtverordnete geben grünes Licht für Maßnahmen gegen UV-Strahlung

Vorsorge
Bernau setzt die Sonnensegel

Heißer Sommer 2018: Die Plätze unter den Sonnensegeln, die rund um das Schwimmbecken gesetzt sind, sind bei den Badegästen im Freibad Waldfrieden begehrt.
Heißer Sommer 2018: Die Plätze unter den Sonnensegeln, die rund um das Schwimmbecken gesetzt sind, sind bei den Badegästen im Freibad Waldfrieden begehrt. © Foto: Sergej Scheibe
Sabine Rakitin / 08.02.2019, 07:30 Uhr - Aktualisiert 08.02.2019, 08:24
Bernau (MOZ) Im zweiten Anlauf hat sich die Linke-Fraktion durchgesetzt: In der Plansche, im Freibad Waldfrieden und im Waldbad Liepnitzsee werden Besucher künftig Infotafeln finden, auf denen über den Zusammenhang von Hautkrebs und Sonnenbaden aufmerksam gemacht und UV-Gefahrenindex abgebildet wird. Außerdem soll  über einen Teil des Beckens in der Plansche ein Sonnensegel gespannt werden, um die Badegäste vor der UV-Strahlung zu schützen.

Ende des vergangenen Jahres hatten die Linken einen ähnlichen Antrag schon einmal eingebracht, dann aber wieder zurückgezogen, weil es schon im ersten Ausschuss, dem für Bildung, Jugend, Kultur, Soziales und Sport (A4), Kritik hagelte. Gesundheitsprävention sei nicht Aufgabe der Stadt, sondern der Krankenkassen, lautete beispielsweise ein Argument der Kritiker.

Gute acht Wochen später hatten Linke-Vize-Fraktionsvorsitzender Dominik Rabe und Matthias Holz, sachkundiger Einwohner im A 4, ihre Hausaufgaben gemacht. Sie listeten nicht nur Möglichkeiten auf, woher die Stadt den UV-Index für die Infotafeln bekommt, sondern legten auch Kostenberechnungen für Sonnensegel vor.  Georgi Tontschev (Bündnis für Bernau – BfB) lobte: „Die Antragsversion 2 ist etwas sympathischer, weil abgespeckt.“ Der Bündnisgrüne Thomas Kremling befürwortete den Antrag: „Die Kinder sind besser geschützt.“ Andreas Neue (BfB) hingegen wartete mit Fakten auf. „Nur zwei Prozent aller Melanomerkrankten sind laut Krebsregister Kinder. Das, was Sie hier wollen, ist Aktionismus“, warf er den Linken vor.

Die Infotafeln seien ein guter Hinweis, bemerkte hingegen CDU-Fraktions-Vize Daniel Sauer. Skeptisch zeigte er sich allerdings in Bezug auf die Sonnensegel, die nach dem Willen der Linken auch im Freibad Waldfrieden aufgestellt werden sollten. „Das wären sehr massive Konstruktionen“, verwies Sauer auf die Stellungnahme der Verwaltung. Die hatte zudem angeführt, dass im Haushalt 2019 keine finanziellen Mittel dafür eingestellt sind. „Wenigstens ein Segel für die Plansche sollte in diesem Jahr aufgestellt werden“, forderte Adelheid Reimann (SPD). Eine Mehrheit gab schließlich grünes Licht für die Infotafeln in den drei Bädern und das Sonnensegel für die Plansche.

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