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zu Ost-West-Beziehungen
An symbolischer Stätte

Günther Marx
Günther Marx © Foto: MOZ/Gerd Markert
Meinung
Günther Marx / 28.06.2018, 21:00 Uhr
Helsinki (NBR) Der Name Helsinkis hat in den Ost-West-Beziehungen einen besonderen Klang, wurde hier doch 1975 die Schlussakte der „Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa“ (KSZE) unterzeichnet: ein Dokument, das zum einen den Entspannungsprozess beförderte, zum anderen aber – quasi als List der Geschichte – eine Entwicklung in Gang setzte, die in den Zusammenbruch der sozialistischen Systeme Osteuropas mündete.

Nun wollen sich Donald Trump und Wladimir Putin in Helsinki treffen. Die Agenda von damals ist heute nicht weniger aktuell – der Verzicht auf Gewalt, die Unverletzlichkeit der Grenzen, Nichteinmischung und Menschenrechte. Da haben beide ein beträchtliches Sündenregister. Die Liste der aktuellen Krisen, in denen sich Moskau und Washington beharken, ist lang.

So gravierend sind die Differenzen, dass mit mehr als der Erklärung guter Absichten fürs Erste kaum zu rechnen ist.  Aber auch das wäre immerhin ein Ansatz. Und wenn der „Geist von Helsinki“ dabei helfen könnte, aus dem Treffen mehr zu machen als eine Propaganda-Show wie zuletzt beim Treffen Trumps mit Kim Jong Un, umso besser. Doch dazu braucht es im Augenblick viel Phantasie.

Schlagwörter

Donald Trump Entspannungsprozeß Wladimir Putin Schlußakte Stätte

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