Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Nachbarn besuchen Nachbarn

Gut unterhalten: Nina-Maria Wyss, die an der Berliner Parkaue spielt, unterhielt diesmal die Zernikower mit Fontane.
Gut unterhalten: Nina-Maria Wyss, die an der Berliner Parkaue spielt, unterhielt diesmal die Zernikower mit Fontane. © Foto: MZV
Maria Ugoljew / 26.04.2016, 08:00 Uhr
Zernikow (GZ) Vor einigen Jahren hat die Stiftung Zukunft Berlin die Veranstaltungsreihe "Nachbarn bei Nachbarn - Berliner Künstler lesen in Brandenburgs Kirchen" ins Leben gerufen. Eine Idee, die die Organisatoren bereits unter anderem in die Dorfkirchen von Seefeld bei Werneuchen, Gusow und Lietzen führte.

Bisher zählten zu den Gästen Schauspieler wie Detlef Bierstedt, der als Synchronsprecher dem Hollywood-Star George Clooney seine Stimme verleiht, Hermann Beil, Theaterdramaturg und seit 1999 am Berliner Ensemble, sowie Friedhelm Ptok, dessen Stimme Star Wars-Begeisterte wahrscheinlich kennen. Dort verleiht er Ian McDiarmid alias Imperator Palpatine seine Stimme.

Am vergangenen Sonntag öffnete die Zernikower Kirche ihre Pforten. Dieser von außen unscheinbar wirkende Feldsteinbau mit seiner barocken Pracht im Innern ließ viele Gäste ein. Nach einem Rundgang erfolgte die Lesung. Während die Initiatoren zuletzt eher mit der älteren Schauspieler-Garde zusammengearbeitet hatten, luden sie dieses Mal mit Nina-Maria Wyss, Jahrgang 1989, die jüngere Generation zur Veranstaltung ein.

Die junge Frau kommt gebürtig aus der Schweiz. Ihren Akzent konnte sie beim Lesen nicht gänzlich verbergen. Die studierte Schauspielerin der Hochschule der Künste in Bern absolvierte im Anschluss der Ausbildung den Master mit der Vertiefung in Performative Künste. Seit Februar 2016 gehört sie zum Ensemble des Berliner Theaters an der Parkaue.

Nina-Maria Wyss las erst aus dem Kapitel "Zernikow" des Werks "Wanderungen durch die Mark Brandenburg. Die Grafschaft Ruppin" von Theodor Fontane vor und dann aus "Die Briefe Friedrich des Großen an seinen vormaligen Kammerdiener Fredersdorf". Über den umständlichen Satzbau und die aristokratische Ausdrucksweise, insbesondere bei den Briefen Friedrichs II., stolperte sie ab und zu.

Im Anschluss luden die Organisatoren die Gäste zu Kuchen ein. Einerseits um sich dort besser kennenzulernen, andererseits um sich aufzuwärmen. Denn in der Kirche herrschten kühle 17 Grad.

Schlagwörter

Veranstaltungsreihe Detlef Bierstedt Dorfkirche Ian McDiarmid

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG