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Lockerungen
Medimax in Frankfurt (Oder) eröffnet mit Bauzaun-Schutz

Durch Bauzäune ließ Medimax-Inhaberin Kristin Heilig in ihrer SMC-Filiale in Frankfurt (Oder) die Ladenfläche auf 800 Quadratmeter verkleinern, um wieder eröffnen zu dürfen. Auf dem Boden deutet Klebeband den vorgeschriebenen Abstand zwischen Kunden an.
Durch Bauzäune ließ Medimax-Inhaberin Kristin Heilig in ihrer SMC-Filiale in Frankfurt (Oder) die Ladenfläche auf 800 Quadratmeter verkleinern, um wieder eröffnen zu dürfen. Auf dem Boden deutet Klebeband den vorgeschriebenen Abstand zwischen Kunden an. © Foto: René Matschkowiak
Jan-Henrik Hnida / 22.04.2020, 06:00 Uhr - Aktualisiert 11.06.2020, 14:27
Frankfurt (Oder) (MOZ) Medimax-Inhaberin Kristin Heilig berichtet in Frankfurt (Oder) über die Wiedereröffnung einer ihrer Läden – und über die Zeit der Schließung.

Vom Küchenmixer bis zum Kühlschrank – das ganze Elektro-Angebot soll am heutigen Mittwoch wieder im Medimax im Spitzkrug Multi Center (SMC) auf 800 Quadratmetern verkauft werden. "Ab 10 Uhr mache ich die Türen auf", sagt Kristin Heilig energisch, Geschäftsinhaberin der Frankfurter Medimax-Märkte. Seit über vier Wochen konnten Kunden keine Elektroartikel mehr direkt im SMC und in den Lenné-Passagen kaufen, da sie wegen der Schutzmaßnahmen in der Corona-Krise schließen mussten. Nun ist durch Bauzäune im SMC-Medimax ein Areal von 800 Quadratmetern eingrenzt, um die Auflagen der Landesregierung zu erfüllen. Allerdings sei manches nicht eindeutig festgelegt.

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"Nirgendwo steht, was genau ‚Abgrenzung‘ bedeutet", erklärt sie. Sie wollte sicher gehen, baute ihren Laden um, der normalerweise über 1000 Quadratmeter groß ist und zäunte eine 800 Quadratmeter große Fläche mit Bauzäunen ein. Bodenmarkierungen und die sowieso schon breiten Gänge zwischen den Regalen sollen den Sicherheitsabstand zwischen Kunden gewährleisten.

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Die MediMax-Märkte in Frankfurt (Oder) mussten ihre Tore schließen.

Videothek öffnen

"Wenn man von einen Tag auf den nächsten die Tore seiner Geschäfte nicht mehr öffnen kann, ist das eine Voll-Katastrophe", sagt Heilig über die Schließung im März. Um nicht tatenlos den Umsatzeinbußen gegenüberzustehen, stellte die Frankfurterin mit ihren Mitarbeitern innerhalb von zwei Tagen "von Offline auf Online um". Ein Telefondienst  und ein Abhol- sowie Lieferservice wurde am SMC eingerichtet, der auch über WhatsApp erreichbar war. "Ich bin hier mit eigenem Geld angetreten und stehe dafür im Moment gerade", sagt die geschäftsführende Gesellschafterin über ihr regionales Franchise-Unternehmen. Sie habe versucht ihre 43 Mitarbeiter nicht in Kurzarbeit zu schicken, was ihr teilweise gelungen sei.

In der Abholstelle am SMC widmeten sich vier Medimax-Mitarbeiter  – je einer pro Fachabteilung – Kundenanfragen, Reparaturen und der Beratung. Auch Druckerzubehör, Spezial-Kabel oder bestimmte Batterien wurden verkauft. Mit der Entscheidung, auch Elektromärkte zu schließen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, war Heilig nicht einverstanden. "Wenn ich Erwachsene ins Homeoffice schicke und Schüler ins Homeschooling und kann dann aber nirgendwo Drucker oder Patronen dafür kaufen, außer online – dann verstehe ich das nicht", meint sie. Wie jeder Baumarkt hätte ihre SMC-Filiale alle Auflagen für Schutzmaßnahmen erfüllen können. Ab heute hat der Elektro-Markt von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Weil Flucht- und Rettungswege mit den Abstandsregelungen kollidieren würden, bleibt der Medimax in den Lenné-Passagen weiterhin geschlossen.

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