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Coronavirus
Schwere Zeiten für Fürstenwalder Rathausbrauerei

Produzieren das Fürstenwalder Rathausbräu: Brauer Oliver Wittkopf, Bernd Norkeweit und Peter Seifert (v.l.)
Produzieren das Fürstenwalder Rathausbräu: Brauer Oliver Wittkopf, Bernd Norkeweit und Peter Seifert (v.l.) © Foto: Conradin Walenciak
Conradin Walenciak / 30.04.2020, 18:00 Uhr - Aktualisiert 30.04.2020, 18:26
Fürstenwalde (MOZ) Im Keller des alten Fürstenwalder Rathauses wurde sie vor siebeneinhalb Jahren – im Dezember 2012 – eingerichtet, so schwere Zeiten wie in der Corona-Krise hat die Fürstenwalder Rathausbrauerei aber bisher noch nicht durchstehen müssen.

"Wir können keine Feste oder regionale Gastronomien mehr beliefern, haben auch die Produktion des Maibocks verschoben", sagt Bernd Norkeweit, einer der drei Mitarbeiter der Brauerei. Außerdem gehören dazu noch Brauer Oliver Wittkopf und Geschäftsführer Peter Seifert. Die Feier zum Herrentag auf dem Marktplatz sowie das jährliche Bierfest mit den anderen 26 Mitgliedern der "Brandenburger Bierstraße" fallen in diesem Jahr aus.

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"Immerhin ist aber das Brauereimuseum wieder geöffnet", so Norkeweit. Veranstaltungen oder Feste dürften hier aber natürlich noch nicht stattfinden. Die ebenfalls im Keller des alten Rathauses beheimatete Einrichtung wird von den drei Brauern betreut, hier erfährt man vieles über die fast 500-jährige Geschichte der Bierbrauerei in Fürstenwalde. Dienstags bis sonntags, zwischen 13 und 17 Uhr, ist das Museum zugänglich. In dieser Zeit verkauft die angrenzende Brauerei auch seine Biersorten – Pilsner, Roggenbier und das Craft-Beer "Krüger Kersten".

Das Craft-Beer ist übrigens dem Steinhöfeler Krüger Kersten gewidmet, der vor 500 Jahren gehenkt wurde, weil er sich weigerte, in seiner Gastwirtschaft Müncheberger anstelle von Fürstenwalder Bier auszuschenken. Krüger Kersten ist es dann auch, der im Museum per Video die Brauereigeschichte der Stadt erläutert.

Mit seinen Bieren ist die Brauerei auch in einigen lokalen Gaststätten vertreten. Gerne würde man das Bier noch in viel mehr Restaurants anbieten. "Aber es ist schwierig, unser Bier in die örtlichen Gastronomien zu bekommen", sagt Bernd Norkeweit. Die meisten Gastronomen hätten Verträge mit größeren Anbietern, könnten das Rathausbräu deshalb nicht auf die Karte setzen.

Umso mehr freut es Norkeweit, dass die Stammkunden der Brauerei auch während der Corona-Krise zum Unternehmen halten. "Sie kommen vorbei und lassen sich ihre Flaschen oder Fässchen wieder auffüllen", so der 61-Jährige. Auch das sei während der Öffnungszeiten des Museums möglich.

Alles über das Coronavirus und seine Folgen für Brandenburg und Berlin in unserem Corona-Blog.

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