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Freundeskreis Speicher und Schloss diskutiert mit der Dorfjugend über ihre Wünsche und Ideen.

Gesprächsrunde
Wie lebt sich’s in Landin?

Ideensammlung: Die erste Runde mit Dana Stumpf (3. v. l.) und Roy Blacha (r.) im Landiner Dorfgemeinschaftsraum war klein, aber sehr konstruktiv.
Ideensammlung: Die erste Runde mit Dana Stumpf (3. v. l.) und Roy Blacha (r.) im Landiner Dorfgemeinschaftsraum war klein, aber sehr konstruktiv. © Foto: Kerstin Unger
Kerstin Unger / 08.11.2019, 06:00 Uhr
Landin (MOZ) Wie fühlt sich der Nachwuchs im eigenen Dorf? Welche Wünsche hat die Jugend für die Zukunft? Wie würde sie sich einbringen? Um das von den jüngsten Landinern zu erfahren, hatten Dana Stumpf und Roy Blacha vom Freundeskreis Speicher und Schloss Landin alle Kinder und Jugendlichen des Ortes zu einer Gesprächsrunde eingeladen. Dazu wurden Plakate und Handzettel verteilt, per Internet war aufgerufen worden. Von 62 Kindern und Jugendlichen unter 18, die in Landin wohnen, kamen drei Leute. Die Jugendfeuerwehr war durch Jugendwartin Lisa-Marie Schwantes vertreten.

"Es geht um eine erste Ideensammlung", erklärte Dana Stumpf und wollte wissen, was sie als schönstes Motiv auf einer Postkarte von Landin festhalten würden. Das Hohenlandiner Schloss mit dem Park, waren sich alle einig. Dazu den schönen Dorfteich, meinte die 12-jährige Pia. Der achtjährige Oscar findet den Kindergarten klasse und den Spielplatz. Lisa gefällt in Landin die Gemeinschaft an sich. Und die Vielfalt für die Kinder, die zum Beispiel die Theatergruppe, die Jugendfeuerwehr und der Angelverein bieten.

Doch es gibt auch Dinge, die vermisst werden, wie ein Jugendklub. Den gab es einmal in Landin, doch es fehlten die Nutzer. Keiner habe sich gekümmert. "Es wäre eine Idee, sich dahinter zu klemmen", sagte Dana Stumpf. "Oder reichen euch Bänke und die Bushaltestellen?" Das wäre schon eine gute Idee, meinten die Kinder. Oder wenigstens ein Platz, wo man mal unter sich sein könnte. Der Spielplatz an der Kita sei ja erst nach 17 Uhr frei und im Winter glatt und dunkel.

Vom Bolzplatz bis zum Mülleimer

Mehr Klettergerüste schlug Oscar vor und als Fußballer einen größeren Platz mit größeren Toren. Eine Eisdiele wäre auch nicht schlecht. Und ein Unterwasserfernglas für Tierbeobachtungen am Haussee, ließ er seiner Fantasie freien Lauf. Die jungen Landiner dachten aber auch an Dinge wie mehr Mülleimer, damit die Hundehaufen nicht auf dem Gehweg landen, oder eine Tempo- 30-Zone für Niederlandin, weil einige zu schnell sind und öfter entgegen der Einbahnstraße fahren. Infotafeln für besondere Orte im Dorf schlug Pia vor. Schließlich sind öfter Besucher da.

Auch über den Speicher wurde gesprochen. Das Ziel des Freundeskreises ist, diesen herzurichten und zu nutzen – vielleicht für Kinoabende, meinte Dana Stumpf. Das wäre auch etwas, wo man Anschluss findet, auch als Neu-Landiner. Sie habe sich in ihrer Jugendzeit mehr nach Schwedt orientiert. Da habe sie ihre heutige beste Freundin kennengelernt, die im selben Dorf wohnte. Man könnte dann auch alle vier Wochen etwas für die Jugendlichen im Speicher machen", schlug Roy (15) vor.

Auch dafür gab es schon Ideen wie alkoholfreie Cocktails mixen oder einen Kinder- und Jugendfasching. Im Herbst könnte man Krokusse an der Kirche in Hohenlandin stecken. Das wäre etwas für alle Generationen.

Nächste Runde im Frühjahr

Aber wie schafft man es, andere zu erreichen? Darüber soll nun nachgedacht werden. Im Frühjahr soll es die nächste Runde geben, verbunden mit dem Maifest oder dem Osterfeuer. "Vielleicht sitzen dann mehr hier. Trotzdem war es gut, dass wir uns getroffen haben", resümierte Roy Blacha.

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