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Feuerwehr Radinkendorf
Endlich Platz für alle und alles

Monika Rassek / 24.01.2020, 20:03 Uhr
Beeskow (MOZ) Keine schnöde Eröffnungsfeier, sondern Party war angesagt – zur Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses im Beeskower Ortsteil Radinkendorf.

So stand es in der Einladung, gekoppelt mit einen Zitat des Schweizer Dichters Gottfried Keller: "Wo das Glück einmal einkehrt, da greift es leicht um sich." Vor dem Sekt traten aber doch noch der Beeskower Stadtbrandmeister Alexander Voigt und Bürgermeister Frank Steffen vor die anwesenden Feuerwehrleute, Gäste und Anwohner.

Voigt verweist in seiner Rede auf die Notwendigkeit des Neubaus: "Wir haben uns bewusst für einen Neubau entschieden und gegen eine unwirtschaftliche Sanierung, zumal das alte Haus zu beengt war." Er lobt die funktionelle und bedarfsgerechte Ausstattung, die wichtig für erfolgreiche Einsätze, motivierte Kameraden und nicht zuletzt für deren Sicherheit ist. Und er bedankt sich bei allen, die dazu beigetragen haben, das Projekt und damit die Freiwillige Feuerwehr Radinkendorf voranzubringen, mit einem herzlichen "Gut Wehr".

Aussicht auf mehr Förderung

Bürgermeister Frank Steffen lässt sein Blatt für die Rede angesichts der Kälte in der Tasche. Auch er ist des Lobes und des Dankes voll und betont, dass das Geld für den Neubau gut angelegt ist: "In Radinkendorf steht eine aktive Wehr, mit einem optimistisch stimmenden Altersdurchschnitt."

Uwe Schüler, Staatssekretär im Ministerium des Innern und für Kommunales, berichtet: "Der Neubau des Feuerwehrgerätehauses gehört zu insgesamt 92 Feuerwehrprojekten, die im Rahmen des Kommunalen Infrastrukturprogramms mit einem Volumen von 95 Millionen Euro umgesetzt werden konnten." Insgesamt aber habe es 102 Anträge auf Unterstützung gegeben, sodass daran gearbeitet werde, ein neues Förderprogramm aufzulegen. Es sei erkannt worden, wie wichtig es ist, in die Infrastruktur der Feuerwehr zu investieren.

Ortswehrführer Rico Weißbach dankt seinen Kameraden, die an jedem Tag, rund um die Uhr, ehrenamtlich einsatzbereit sind – und dem Verständnis, welches die Familien für die Arbeit der Ehrenamtler aufbringen. "Das alte Gerätehaus war wirklich viel zu eng. Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr mussten sich die Umkleiden mit den Erwachsenen teilen."

Endlich Platz für alle

Und dann kam doch noch der Sekt. Helfer brachten etliche Tabletts mit (Plastik-) Gläsern und prickelndem Inhalt unter die Gäste, die ihre Hände wegen der Kälte und dem frischen Wind tief in den Jackentaschen vergraben hatten. Die Kameraden räumten einen nagelneuen Grill nebst Feuerlöscher ins Freie. Und während die Gäste neugierig das Feuerwehrgerätehaus inspizierten, fanden Buletten, Bratwürste und Fleisch den Weg auf den Grill. Kalte und warme Getränke wurden gereicht, es wurde geplaudert und gelacht – Partystimmung kam auf.

Neben der Fahrzeughalle bietet der Neubau jetzt getrennte Umkleideräume für Frauen und Männer, Sanitäranlagen, Abstellraum und ein kleines Büro. Die Radinkendorfer Wehr verfügt über 17 aktive Einsatzkräfte, 13 Kinder und Jugendliche sowie zwei Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung. "Das Gerätehaus ist gut. Besonders weil jetzt Platz für die Jugendwehr ist", sagt Christian Schulz, der gemeinsam mit Kamerad Nico Ludwig den Dienst am Grill übernommen hat.

Rund 530 000 Euro hat der Neubau des Gerätehauses in Radinkendorf gekostet – unterstützt mit 290 000 Euro aus dem Kommunalen Infrastrukturprogramm.

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