Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Das braucht noch Zeit

MOZ-Redakteur Mathias Puddig
MOZ-Redakteur Mathias Puddig © Foto: MOZ/Gerd Markert
Mathias Puddig / 28.09.2016, 19:31 Uhr
(MOZ) Mehr als zwei Jahre sind schon vergangen, seit in der Ostukraine das Passagierflugzeug MH17 abgeschossen wurde - und es gibt noch immer keine absolute Klarheit über die Schuldigen. Für die Angehörigen der Opfer dieser schlimmsten Luftfahrtkatastrophe seit dem 11. September 2001 ist das schmerzhaft. Es lässt sich aber nicht vermeiden.

Denn der Ernst und die Akribie, mit der die Ermittler vorgehen, sind nötig - selbst wenn sie Zeit brauchen. Denn hätten sie Russland und die prorussischen Rebellen, die nach den vorliegenden Ergebnissen Verantwortung für den Abschuss tragen, vorschnell und unberechtigt beschuldigt, dann hätten sie das ohnehin schon labile Verhältnis zwischen Moskau und dem Westen weiter beeinträchtigt. Würden sie hingegen die Verursacher der Katastrophe davonkommen lassen, wäre ihre Arbeit nutzlos.

Wer schlussendlich zur Verantwortung gezogen wird, haben darüberhinaus gar nicht die Ermittler zu entscheiden, sondern Gerichte. Und die werden auch prüfen müssen, ob die Ukraine selbst nicht wenigstens fahrlässig handelte, als sie den Luftraum über dem Krisengebiet weiter offenhielt. Das alles wird noch lange dauern. Doch eine gründliche Aufarbeitung darf den Angehörigen der Opfer nicht verwehrt werden.

Schlagwörter

Mh17 Russland Luftfahrtkatastrophe ostUkraine Passagierflugzeug

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
Piet Pritt 05.10.2016 - 02:23:31

@HM

"Die bisherigen Erkenntnisse beweisen 100%ig die Schuld Russlands am Abschuss der Zivilmaschine MH17!" Woher hast du das denn? Quelle: Bildzeitung?

Harald Meier 04.10.2016 - 23:45:09

@Steffen Michael

Will man Putins Spielchen denn ewig so weiter spielen?! Ermitteln bis die Opfer von MH17 vergessen sind? Die bisherigen Erkenntnisse beweisen 100%ig die Schuld Russlands am Abschuss der Zivilmaschine MH17! Das Buk-System kam aus Russland und wurde dorthin wieder verbracht, die Bedienung bedarf eines großen Wissenstandes, der nicht mal in einem kleinen Kurz-Kurs weitergegeben werden kann. Will man ermitteln bis man die Schuhgröße von jedem Beteiligten weiß und ringt sich danach immer noch nicht dazu durch die Täter konkret zu benennen? Will man weiterhin jedes absurde Märchen des Kremls erst einmal entkräften und dabei das Offensichtliche vernachlässigen? Wie viele Kriegsverbrechen lässt man Russland noch durchgehen?

Steffen Michael 04.10.2016 - 17:36:17

Noch nicht ganz klar!

Es scheint tatsächlich nicht alles klar zu sein. Es konnte noch nicht ermittelt werden, ob es eine russische Besatzung war oder eine dilettantisch eingewiesene Besatzung der Separatisten.

Piet Pritt 29.09.2016 - 21:34:37

Wirklich Neues kann ich nicht erkennen.

Die Schlagzeilen der üblichen Verdächtigen titelten sogleich: "Die MH17 wurde von russischer Rakete abgeschossen". Wer sich mit dem Thema ernsthaft beschäftigt weiß, beide Konfliktparteien benutzten dato ausschließlich "russische"/ursprünglich sowjetische insofern genauso auch "ukrainische" Militärtechnik. - Beide Seiten besitzen das BUK-System. - DIe Rakete wurde nicht genau bestimmbar im Konfliktgebiet gestartet. Ich vermisse die Fragen, nach den "verschwundenen" ukrainischen Fluglotsen, den "verschollenen" us-amerikanischen Satellitenbildern, die kurz nach der Katastrophe noch als Beweise präesentiert werden sollten. Investigative, nur der Wahrheit verpflichtete Journalisten sollten danach fragen.

Steffen Michael 29.09.2016 - 18:21:17

@Hasso I.

Wie sagt man, die Wahrheit tut manchmal weg! Wie war das nochmal mit dem Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses durch die Vereinten Nationen. Russland hatte sein Veto eingelegt. Russland hatte offensichtlich gute Gründe dafür.

Hasso Isenhagen 29.09.2016 - 04:20:13

es wird niemals ein Aufklärung

dieses Abschusses oder was immer es war, geben weil es einfach kein allseitiges Interesse daran gibt. Und je mehr Zeit vergeht, desto schwieriger wird es objektiv und gegen den Willen Beteiligter aufzuklären. So bedauerlich es ist, wie sagt man so schön im Westen?.......Kollateralschäden......makaber, aber ich habe den Begriff nicht erfunden. So ist halt Krieg. Humaner ist er nicht. Das sollte man nie vergessen.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG