Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Brandschutz
Alt Ruppins Feuerwehr ist in acht Minuten vor Ort

Ölabscheide-Technik: Markus Kaluza erklärte, was im Ernstfall zu tun ist, wenn Öl auf Gewässern entdeckt wird.
Ölabscheide-Technik: Markus Kaluza erklärte, was im Ernstfall zu tun ist, wenn Öl auf Gewässern entdeckt wird. © Foto: Holger Rudolph
Holger Rudolph / 24.06.2019, 11:15 Uhr
Alt Ruppin Der in Alt Ruppin ansässige Vierte Löschzug der Stadt Neuruppin ist eine starke Truppe. Zu diesem Eindruck konnten die Besucher des Tages der offenen Tür der Feuerwehr gelangen, der am Sonnabend letztmalig auf dem Gelände am Rhin stattfand. Das alte Gebäude hat bald ausgedient. Der Umzug in die neue Wache ist für Anfang 2020 geplant.

Der Alt Ruppiner Feuerwehrverein und die Stadt Neuruppin hatten als Veranstalter ein Programm zusammengestellt, bei dem die Besucher viel über die Arbeit der Feuerwehr erfuhren. Feuerlösch-Übungen und eine in den Griff zu bekommende Fett-Explosion gehörten zu den Vorführungen an diesem Nachmittag.

Der stellvertretende Vereinsvorsitzende Markus Kaluza, der auch Jugendwart der Wehr ist, freute sich über die Stärke des Vierten Löschzuges. Ganz egal, zu welcher Tages- oder Nachtzeit seine Kameraden zum Einsatz gerufen würden, seien "stets genug Wehrleute vor Ort, um den Lkw voll zu bekommen".

Hoher Leistungswille

Für die hohe Kompetenz der Wehr und den Leistungswillen spreche, so Kaluza, auch, dass im laufenden Jahr sechs junge Wehrleute die Truppmann-Ausbildung absolvieren. Auch beim Thema Schnelligkeit könne man sich sehen lassen. 2018 sei der Vierte Löschzug nach durchschnittlich acht Minuten am jeweiligen Einsatzort gewesen.

Der Öffentlichkeit vorgestellt wurde erstmals der Alt Ruppiner Öl-Wasser-Zug. Dabei handelt es sich um spezielle Technik, mit welcher Öl auf Gewässern separiert und aufgefangen werden kann. Kaluza: "Wenn zum Beispiel ein Fahrgastschiff größere Mengen Öl auf dem Ruppiner See verliert, dann sind wir, bei Bedarf auch unser Boot, gefragt." Über diese Technik verfügten nur die Alt Ruppiner. Zuletzt sei sie zum Einsatz gekommen, als im vorigen Monat in Fehrbellin Öl aus der Straßenentwässerung in größerer Menge in den Rhin lief, erzählte Kaluza. Wahrscheinlich sei das Öl zuvor aus einem Tanklaster ausgelaufen.

Kaluza hoffte, dass vielleicht ein paar Kinder Interesse an einer Mitarbeit in der Wehr zeigen würden. Die Jugendwehr sei zwar schon recht gut aufgestellt. Doch es könne stets noch besser werden. Auf jeden Fall hatten etliche Mädchen und Jungen Fragen an die Brandbekämpfer und ließen sich die gezeigten Einsatzfahrzeuge genau erklären. Währenddessen saßen manche Eltern im Festzelt und ließen es sich bei Gegrilltem und einem eiskalten Getränk gutgehen.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG