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Radwandern
Ein Teil fährt, der andere radelt

Matthias Haack / 17.07.2019, 18:30 Uhr
Neuruppin (moz) Radwanderer sind gewiss keine Langschläfer. Erst recht nicht, wenn sie sich auf eine Strecke von mehr als 50 Kilometern begeben. Am Sonnabend führte sie die Route sogar über 76 Kilometer bis nach Menz. Das ist die zweitlängste Strecke, die der Fahrtenplan in diesem Jahr vorsieht. Bis nach Spaatz/Rhinow waren es im Juni sogar noch vier Kilometer mehr gewesen.

Sieben Frühaufsteher zählte das federführende Paar Heike Wiesel/Burghard Kalka am vorigen Sonnabend. Beide kommen aus Fehrbellin und zeigen sich begeistert von der Tour im Nordkreis. Ideales Wetter prägte den Ganztagsausflug. Erst als die Räder am Abend in der Garage verstaut waren, begann es zu regnen.

Für mehrere Zielgruppenbietet der RRC eine Heimat

Irene Schnase, Frank Metzelthin und Hans-Joachim Runge sind die drei, die sich trotz der langen Samstagstour nicht abhalten ließen, am Sonntag erneut aufs Rad zu steigen. Diesmal nur 34 Kilometer um den Ruppiner See. "Das sind Radwanderungen mit ganz anderem Inhalt", sagte Vereinsvorsitzender Uwe Wöller. Karl-Heinz Nieß formulierte es so: "Die einen radeln, die anderen fahren." Gemeint ist die Durchschnittsgeschwindigkeit von unter 18 Kilometern pro Stunde, drüber oder weit drüber. Für beide Zielgruppen bietet der Ruppiner Radsportclub eine Heimat.

Insgesamt sind es mehr als zwei Dutzend Angebote pro Jahr, die der RRC zum einen für seine Mitglieder, zum anderen aber auch für Gäste organisiert. Höhepunkt war zuletzt der FahrRad-Tag. Es gibt immer einen Fahrtenleiter, meistens Verpflegung aus dem eigenen Rucksack. Manchmal legen die Radsportler einen Stopp ein, wenn sie sich zum Mittagessen angemeldet haben oder wenn sie zum Baden in den See springen oder wenn sie ein weiteres idyllisches Fleckchen entdecken, das sie bei aller Heimatliebe noch nicht kennen.

Am Sonntagmorgen senkte sich die Stimme von Fahrtenleiter Uwe Wöller bei der Begrüßung. Was er den 14 Teilnehmern mitzuteilen hatte, sorgte für Trauer. Einer aus ihrer Mitte wurde völlig überraschend aus dem Leben gerissen.

Die nächste längere Tour der Radwanderer

Am 28. Juli treffen sich die Teilnehmer um 9 Uhr auf dem Schulplatz in der Kreisstadt. Es geht an jenem Sonntag in Fahrgemeinschaften in den Westzipfel der Uckermark: Zu den Flößern nach Lychen. "Wir wollen die Stadt mit ihrer Flößertradition besuchen und wenn es klappt, auch eine kleine Floßfahrt unternehmen", beschreibt der RRC das Event. Geführt wird die Gruppe von Günter Klotzke. Aufs Rad steigen die Ruppiner in Dannenwalde. Es geht dann über Bredereiche über die Havel und weiter nach Himmelpfort. Auf ruhigen Straßen und guten Radwegen geht es nach Lychen. Die Rücktour führt die Gruppe zur Strecke bei Bredereiche, wo die Havel erneut überquert wird. Nächstes Ziel ist Tornow. An der ehemaligen Wassermühle, heute ein Hotel, wird gehalten. Weiter geht es über Marienthal nach Zabelsdorf und Wentow. Bei Fischerwall wird die B96 überquert, um am Luisendenkmal vorbei Dannenwalde anzupeilen.Anmelden können sich Interessierte bei Uwe Wöller unter der Rufnummer 03391 358995. ⇥maha

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