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Arbeiten beginnen auf Hohenwutzener Chaussee / Anlieger kommen durch / Bürgerin fordert Kontrollen

B 158a
Baumaschinen fräsen Asphalt ab

In hohem Bogen: Eine Maschine schält in Hohenwutzen den Asphalt ab und befördert ihn auf einen Lkw.
In hohem Bogen: Eine Maschine schält in Hohenwutzen den Asphalt ab und befördert ihn auf einen Lkw. © Foto: Steffen Göttmann
Michael Anker, Steffen Göttmann / 10.07.2018, 07:30 Uhr - Aktualisiert 12.07.2018, 18:05
Hohenwutzen (MOZ) Die Bauarbeiten auf der Hohenwutzener Chaussee haben am Montag planmäßig begonnen. Baumaschinen frästen die Deckschicht der Straße in Richtung Hohensaaten ab. Weil nicht, wie angekündigt, um 12 Uhr gesperrt wurde, kam es zu kurzfristigen Staus.

Die Autofahrer müssen sich in Hohenwutzen und Altglietzen auf Einschränkungen im Straßenverkehr einrichten. Die Sanierung der B 158a beginnt in Hohenwutzen. Im weiteren Verlauf wird ab 23. Juli die gesamte Strecke bis zur Kreuzung Neuenhagen abgefräst. Die Grenzbrücke nach Polen wird vom 16. Juli bis 27. Juli geschlossen bleiben, Fußgänger und Radfahrer kommen über die Gehwege hinüber.  Jens Schmoldt, Fachbereichsleiter Sicherheit und Ordnung der Stadt Bad Freienwalde, bemühte sich bei der Einwohnerversammlung im Gemeindehaus um Aufklärung. Erst einen Tag zuvor habe er einen detaillierten Bauzeitplan bekommen, entschuldigte er sich. Zudem sei es für ihn sehr mühsam gewesen, an Fakten zu kommen. Da es sich um eine Bundesstraße handelt, sei der Landesbetrieb Straßenwesen zuständig, die Stadt habe wenig Einfluss.

Nach dem aktuellen Zeitplan wird in der ersten Woche der Arbeiten – bis 13. Juli – die Hohenwutzener Chaussee saniert. Sie dient als Umleitung, wenn die Ortsdurchfahrt zur Brücke saniert wird. Die Decke wird abgefräst und Kanaldeckel werden angehoben. Anschließend soll eine neue Asphaltschicht aufgebracht werden. Aufgebracht waren auch einige der 70 Bürger in der Einwohnerversammlung. Sie befürchten, ihre Grundstücke nicht mehr zu erreichen. Schmoldt gab jedoch Entwarnung. Nach Rücksprache mit dem Baubetrieb seien die Grundstücke zu erreichen. Allerdings müssten die Anwohner auf die in dieser Zeit höheren Kanaldeckel achten. Wenn der Asphalt aufgebracht werde, sei ein Befahren nicht möglich. Der Baubetrieb wolle die Anwohner kurzfristig informieren.

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„Die Straße ist doch in gutem Zustand, warum muss sie überhaupt saniert werden“, fragte ein Bürger. Der Mann vermutete, dass die Straße ertüchtigt werden solle, um später den Schwerlastverkehr nach Polen zu ermöglichen. Dies befürchten die Hohenwutzener schon länger. Jens Schmoldt sieht den Straßenzustand ebenfalls als gut an, verwies aber auf Untersuchungen des Landesbetriebs, wonach Haarrisse im Asphalt gefunden wurden. Zu den Befürchtungen eines Schwerverkehrs nach Polen wollte er sich nicht äußern. Dazu sei ihm nichts bekannt. „Wenn es diese Pläne gibt, dann soll der Landesbetrieb mit offenen Karten spielen“, erklärte er.

„Es fahren jetzt schon trotz eines Verbotes 40-Tonner durch den Ort, sogar durch die schmale Oderstraße“, beschwerte sich Ursula Wendlandt. Anwohner erwarten eine starke Zunahme durch den Umleitungsverkehr. Einer Verkehrszählung zufolge fahren wöchentlich 8000 Fahrzeuge durch den Ort. Diesen Verkehr könne die Oderstraße nicht verkraften. „Die Stadt soll die Polizei zu mehr Kontrollen bewegen“, forderte Ursula Wendlandt. Er  wolle die Hinweise während der Bauzeit in der Oderstraße, prüfen, versprach Jens Schmoldt.

Entgegen früheren Ankündigungen werden die Bauarbeiten mit dem Abfräsen ab 23. Juli von Hohenwutzen aus in einem Zug in Richtung Kreuzung Neuenhagen ausgeführt. Dort gelten für Anlieger die gleichen Regelungen wie in Hohenwutzen, so Schmoldt. Bei Fragen könnten sich Anwohner an den Bauleiter wenden. Er sei jeden Tag auf der Baustelle zu finden. „Ich werde es mir nicht nehmen lassen, auch das eine oder andere Mal vor Ort zu sein. Um den Baufortschritt im Auge zu behalten und um bei Problemen das Gespräch zu suchen“, so der Ordnungsamtsleiter.

Die offizielle Umleitung erfolgt über Neuenhagen, Oderberg und Hohensaaten nach Hohenwutzen.

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