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Nationalparkchor Criewen bereitet zum Gründungsjubiläum ein fröhliches Jubiläumskonzert vor

Jubiläum
50 Jahre Spaß am Singen

Letzte Probe vor dem Jubiläumskonzert: Der Nationalparkchor Criewen wird 50 Jahre alt. Das Jubiläumskonzert findet am 13. April um 14 Uhr in der Kirche Criewen unter Leitung von Renate Löwe statt.
Letzte Probe vor dem Jubiläumskonzert: Der Nationalparkchor Criewen wird 50 Jahre alt. Das Jubiläumskonzert findet am 13. April um 14 Uhr in der Kirche Criewen unter Leitung von Renate Löwe statt. © Foto: Dietmar Rietz
Dietmar Rietz / 05.04.2019, 06:45 Uhr - Aktualisiert 05.04.2019, 07:44
Schwedt/Criewen (MOZ) Vor 50 Jahren gründeten 18 Frauen in Criewen den heutigen Nationalparkchor. Mit einem Konzert wollen die heute 30 Sängerinnen und Sänger das Gründungsjubiläum am 13. April  ab 14 Uhr in der Criewener Kirche feiern.

Margit Kalisch (79) ist eine der Frauen, die den Chor aus der Taufe gehoben haben. Die Frauen der DFD-Ortsgruppe, so berichtet sie, entschlossen sich beim Treffen im Februar 1969 im Vorwerk Criewen, gemeinsam zu singen. Als Heinz Lenuweit damals zusagte, Gründungschorleiter zu werden, hatten sie ihren Traum verwirklicht. Schon zum Frauentag am 8. März hatte der Chor seinen ersten Auftritt. Mit fünf Liedern. Heute hat der Chor 400 im Repertoire. Für Margit Kalisch gehört der Chor zum Leben. Ihre vielleicht schönste Erinnerung ist der spontane Auftritt der Criewener Sänger in der Dresdner Frauenkirche. "Das war Gänsehaut pur", sagt die Sängerin.

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50 Jahre Nationalparkchor Criewen

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Die jüngste Chorsängerin ist 37 Jahre alt, die älteste 81. Gern würden die Criewener mehr junge Stimmen in ihren Reihen willkommen heißen. Das Durchschnittsalter liegt derzeit um die 66 Jahre. Manfred Schroeder aus Schöneberg gehört zum älteren Semester, er singt erst seit Oktober 2017 mit und ist sich sicher: "Es ist nie zu spät, mit dem Singen anzufangen. Singen ist etwas für die Seele." Karola Scheil gehört zum jüngeren Semester im Bund der Sänger. Bei einem Spaziergang vor zwei Jahren hörte sie den Chorgesang zum ersten Mal, während eines Weihnachtskonzertes in der Kirche infizierte sie sich endgültig mit dem Chorvirus. Seitdem singt sie "mit Leib und Seele". Inge Fenske ging 2005 in Rente und singt jetzt seit 13 Jahren mit. Proben und Auftritte mit der Gemeinschaft beflügeln sie. "Ich will hier bleiben, im Nationalparkchor Criewen", sagt sie. "Ich habe Freunde gefunden." Die Sänger haben pro Jahr zwischen 15 und 18 öffentliche Auftritte.

Lothar Göhler (72) ist einer der Chorsänger. Seit zwölf Jahren bringt er als Vorsitzender den Verein und die Chorstatistik auf Vordermann. Er hat ausgerechnet, dass die Criewener in 50 Jahren ungefähr 2000 Probenabende absolviert haben und bei ihren rund 650 Auftritten zirka 70 000 Zuhörer begrüßten. Allein bei den 48 Sängertreffen in Criewen sollen 25 000 Gäste zugehört haben. Nur einmal ist das Sängertreffen ausgefallen – als dessen Gründer, der legendäre Heinz Lenuweit, 2003 gestorben ist. Einmal fand es in Gartz statt.

Renate Löwe hatte sich als Chorleiterin schon in den Ruhestand verabschiedet. Als der seit dem Tod Lenuweits agierende, beliebte Chorleiter Wulfhard von Grüner vor wenigen Monaten starb, sprang sie kurzfristig ein. Sie schöpft jetzt aus dem unter ihrem Vorgänger auf ungefähr 400 Lieder ausgeweiteten  Repertoire.  Ein Schatz. "Singen macht Spaß, Singen tut gut, ja Singen macht munter und Singen macht Mut", heißt es in dem Kanon, mit dem am Sonnabend das Geburtstagskonzert eröffnet wird. Daran hat sich in den 50 Jahren seit Chorgründung nichts geändert.

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