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über den Umgang mit Feiertagen
Für einen Feiertag am 8. Mai sind Ideen gefragt

Dieter Keller
Dieter Keller © Foto: swp
Meinung
Dieter Keller / 08.05.2020, 19:40 Uhr
Berlin Wie begehen wir Feiertage? Diese Frage stellt sich angesichts von Forderungen, der 8. Mai solle bundesweit und jedes Jahr ein gesetzlicher Feiertag werden. Sprich ein freier Tag und nicht nur ein Gedenktag wie viele andere. Das war er jetzt nur in Berlin. Und die Regierungskoalition in der Hauptstadt steht unter dem Verdacht, das habe sie nur gemacht, weil in diesem Jahr der Internationale Frauentag am 8. März auf einen Sonntag fiel. Den hatte sie erst vor einem Jahr als neuen Feiertag eingeführt.

Gerade erst war der Tag der Arbeit. Doch auch zu normalen Zeiten ist da die Beteiligungquote der Gewerkschaftsmitglieder an den Demos noch schlechter als die der Katholiken an den Sonntagsgottesdiensten. Am Tag der Befreiung müssten die Bürger nicht nur das Kriegsende begehen und sich mit dem Dritten Reich auseinandersetzen, sondern auch die Völkerfreundschaft feiern. Das wäre gut. Doch so eine Tradition aufzubauen ist schwierig, und es wird mit jedem Jahr schwieriger. Gute Ideen sind also gefragt. Jedenfalls wäre es nicht im Sinne des 8. Mai, wenn es einfach nur ein weiterer  freier Tag wäre.

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Leserforum

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Ralf H. Janetschek 11.05.2020 - 15:08:14

Betreffend Völkerfreundschaft

Wie Bismarck schon klar erkannte, Staaten haben keine Freunde sondern Interessen. Der Staat ist nach Hegel, die Erscheinungsform eines Volkes, welches sich seiner selbst bewußt geworden ist.

Jörg Schönner 11.05.2020 - 15:05:19

@Axel Fachtan

Mein Einwand bezog sich nur auf Stalin und nichts anderes. Übrigens soll auch Roosevelt von Völkerfreundschaft gesprochen haben,bevor Stalin den Begriff missbrauchte.

Axel Fachtan 11.05.2020 - 14:22:40

Herr Schönner, Sie können es ja nachschlagen und zwar hier

https://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lkerfreundschaft /// Genau dort wo "Karl Napp" Sie hingeführt hat, werden Sie auch fündig. Nun mag es ja noch viele andere Quellen geben. Wenn aber Sie an dem Beitrag herummäkeln, dann sollten Sie mal belastbare Quellen benennen, dass "Völkerfreundschaft" kein kommunistisch-staatssozialistisches-proletarisches ideologisches Konzept ist, sondern ein freiheitliches und bürgerliches. Ich bin gespannt, wo Sie da fündig werden.

Jörg Schönner 11.05.2020 - 13:32:19

@Karl Napp

Sie schreiben wie meistens wirr. Wikipedia sollten sie mal lesen. Stalin prägte-ich lach mal laut.

Karl Napp 11.05.2020 - 13:05:32

@Jörg Schönner - zum Thema "Völkerfreundschaft"

"Völkerfreundschaft ist ein von Stalin geprägter Begriff, der in realsozialistischen Staaten einen hohen Rang in der Ideologie der führenden Parteien einnahm." ... "Analoge Merkmale wie die gereifte individuelle Freundschaft kennzeichnen auch die Völkerfreundschaft. Sie manifestiert sich im gemeinsamen Interesse, dem Kampf der Arbeiterklasse um Befreiung von Ausbeutung und Unterdrückung, in gegenseitiger Achtung und Anerkennung der nationalen Eigenständigkeit und Souveränität und schließt Solidarität, politische, ökonomische und kulturelle Zusammenarbeit ein. […] Die Völkerfreundschaft wird vertieft durch die ständig zunehmenden Kontakte über Reisen, Kulturaustausch, die Tätigkeit der Massenmedien und persönliche Bekanntschaften.“ Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lkerfreundschaft Einfach mal darüber nachdenken ...

Jörg Schönner 11.05.2020 - 10:10:12

@Dirk Mahnke

Sie sind lustig-lesen sie doch noch einmal ihren Beitrag. Aber sowat von lustig. Und nochmal-Was haben sie gegen Völkerfreundschaft.Bin ja mal gespannt.

kay-uwe granz 10.05.2020 - 20:28:18

@Dirk Mahnke

Eventuell war ja A.H. nur ein Künstlername, die Ähnlichkeiten sind nicht zu verleugnen.

Dirk Mahnke 10.05.2020 - 18:43:13

Herr Schönner

Bevor Sie, ohne zu denken, in die Tasten hauen, sollten Sie überlegen was Sie schreiben. Von dem was Sie implizieren, habe ich nichts geschrieben, geschweige denn gemeint. Es ist aber trotzdem immer wieder schön, Ihre geistigen Ergüsse in diesem Forum lesen zu können.

Ralf H. Janetschek 10.05.2020 - 17:57:16

Tag der Arbeit

Den 1. Mai haben 1933 die Nationalsozialisten zum gesetzlichen Feiertag erklärt. Wer für eine radikale Entnazifizierung ist, sollte auch diesen Feiertag wieder abschaffen, genauso wie das Konkordat (Staatsvertrag) mit dem Vatikan aus dem gleichen Jahr.

Ralf H. Janetschek 10.05.2020 - 17:52:51

Friedrich der II - "Einfach mal tiefer hängen."

Es ist eine nicht zu bestreitende Tatsache, daß es einerseits Menschen gibt die den 8. Mai 1945 als Tag der Befreiung ansehen und es anderseits Menschen gibt, die eine völlig andere Sichtweise vertreten. Was aber in einer Demokratie nicht geht, ist, daß die einen der anderen ihre Meinung aufzwingen, wir leben schließlich nicht mehr in der DDR, was einigen wohl bei der Diskussion völlig entgangen ist. "Ich hasse, was du sagst, aber ich würde mein Leben dafür geben, dass du es sagen darfst." (Voltaire) Fazit: Es geht auch ohne Gedenken am 8. Mai.

Peter Graf 10.05.2020 - 16:45:54

Jedes System hat eine Neue Geschichte und neue Guido Knopps

Offensichtlich ist für diese peinlichen Phrasendrescher die Vergangenheit zu weit weg und die politisch gewollte Einschränkung der Bildung zu Gunsten von Gender, Sexualisierung und Abschaffung aller Moralbegriffe hat gefruchtet. Fast 50 Jahre galt der Befehl der Machthaber für seine Untertanen die Liebe zur Sowjetunion und alle nichtimperialistischen Länder als Credo. Zu diesen Ländern gehörten nicht die von @Jörg Schönner. Polen wurde dann ab den in 80ern Aufständen auch nicht mehr als "Bruderland". Nun hat dieses Regime für seine Untertanen neue Völkerfreundschaften befohlen. Ich habe mir nicht von Ulbricht und von Honeckers vorschreiben lassen, wer meine Freunde sind und wenn die Propagandaabteilung Merkels diese peinlichen Kindereien fortführt und es Leute wie Jörg Schönner glücklich macht- fernab der Realität im Deutsch- franz. Grenzgebiet, ist alles gut. Die Liebe zur Sowjetunion und zum Befreier der Welt Väterchen Stalin lebe hoch, hoch, hoch.

Jörg Schönner 10.05.2020 - 15:09:07

Herr Mahnke

Was haben sie gegen Völkerfreundschaft ? Ich habe viele Freunde in Dänemark,Holland oder Polen.Ich bin zufrieden das ich dort hinreisen kann und das als Freund. Ich nehme mal an,sie befürworten Mauern und Stacheldraht und verachten andere Völker. Naja ihre Sache,ich werde das nicht wollen.

Dirk Mahnke 10.05.2020 - 09:53:29

Qualitäts-Journalismus

"Am Tag der Befreiung müssten die Bürger nicht nur das Kriegsende begehen und sich mit dem Dritten Reich auseinandersetzen, sondern auch die Völkerfreundschaft feiern." Warum "müssen" das die Bürger, Herr Keller?

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