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Medienbericht
Haare der vermissten Rebecca im Auto-Kofferraum gefunden

Kriminaltechniker der Berliner Polizei untersuchen das Haus der Schwester der verschwundenen 15-jährigen Rebecca.
Kriminaltechniker der Berliner Polizei untersuchen das Haus der Schwester der verschwundenen 15-jährigen Rebecca. © Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa
dpa / 05.03.2019, 11:02 Uhr - Aktualisiert 05.03.2019, 11:51
Berlin (dpa) Das 15-jährige Mädchen wurde zuletzt am 18. Februar im Haus ihrer Schwester gesehen. Seitdem wird gerätselt, was an dem Morgen passierte. Nun soll die Kriminalpolizei Hinweise haben, die den Fall aufklären könnten.

Rund zwei Wochen nach dem Verschwinden der 15-jährigen Rebecca aus Berlin sollen sich nach einem Zeitungsbericht die Vorwürfe gegen den verhafteten Schwager des Mädchens verdichten. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung (Dienstag) aus Kreisen von Polizei oder Staatsanwaltschaft sollen im Kofferraum des Autos der Familie Haare von Rebecca und Faserspuren der Decke gefunden worden sein, die mit dem Mädchen verschwand. Polizei und Staatsanwaltschaft wollten sich am Dienstag zu dem Bericht mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht äußern.

Außerdem soll es dem Zeitungsbericht zufolge Chat-Nachrichten von dem 27 Jahre alten Schwager geben, die nicht mit den von ihm gemachten Angaben übereinstimmen. Sie sollen geschrieben und empfangen worden sein, als er nach seinen Angaben angeblich schon schlief. Der Mann von Rebeccas Schwester soll ausgesagt haben, dass er am Morgen des 18. Februar um 5.45 Uhr nach einer Feier nach Hause gekommen war. In der Nacht oder an dem frühen Morgen verschwand Rebecca aus dem Haus der Schwester und ihres Mannes.

Der verdächtige Schwager wurde am Dienstag einem Haftrichter vorgeführt und kam in Untersuchungshaft. Der Mann schweige zu den Vorwürfen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft dem Fernsehsender n-tv.

Am Montagabend war der Schwager zum zweiten Mal von der Polizei festgenommen worden. Nach der ersten Festnahme am Donnerstag musste er am Freitag freigelassen werden, weil ein Ermittlungsrichter die Beweislage für nicht ausreichend hielt. Die Staatsanwaltschaft legte erfolgreich dagegen Beschwerde ein, so dass am Montag ein Haftbefehl wegen des Verdachts auf Totschlag gegen den 27-Jährigen ausgestellt wurde.

Die Suche nach der vermissten Rebecca oder ihrer Leiche geht unterdessen weiter. „Die oberste Priorität ist es, Rebecca zu finden“, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Es gebe eine Menge Anhaltspunkte, aber dazu könne man aus ermittlungstaktischen Gründen nichts mitteilen.

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